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Düsseldorf
Bürger diskutieren über Sicherheit in der Stadt

Das sind die Angsträume in Düsseldorf
Das sind die Angsträume in Düsseldorf FOTO: Ines Räpple
Düsseldorf. Das Sicherheitsgefühl der Bürger muss nicht unbedingt mit der objektiven Sicherheitslage übereinstimmen. Dies ist eine Erkenntnis aus der Diskussion, zu der die SPD jetzt in den Bürgersaal in den Bilker Arcaden eingeladen hatte.

Martin Volkenrath, Vorsitzender des Ordnungs- und Verkehrsausschusses, sprach mit Altstadtwirtin Isa Fiedler, Oberstaatsanwalt Thomas Harden, Eva Inderfurth von der Frauenberatungsstelle, Ordnungsdezernent Stephan Keller, Polizeipräsident Norbert Wesseler und rund 35 interessierten Bürgern.

Zwar, so Dezernent Keller, habe die Bürgerbefragung zum "Sicherheitsempfinden" ergeben, dass sich die meisten Düsseldorfer grundsätzlich sicher fühlen, aber in Teilen der Altstadt oder am Bahnhof fühlt sich rund die Hälfte der Befragten doch eher unsicher. So sei beispielsweise der Wunsch nach besserer Beleuchtung von Straßen und Plätzen groß. Dies bestätigt Volkenrath, insbesondere ältere Menschen würden dunkle Orte in der Stadt meiden.

Darüber hinaus, sagte Altstadtwirtin Fiedler, sei eine starke Polizeipräsenz gerade in der Altstadt für das Sicherheitsgefühl sehr wichtig. Zwar sei Düsseldorf von den Ereignissen in der Silvesternacht nicht so stark betroffen gewesen wie Köln, dennoch habe man ähnliche Erfahrungen gemacht. Zudem sei organisierter Taschendiebstahl zu einem großen Problem geworden. Das bestätigt Polizeipräsident Wesseler: Inzwischen machen Taschendiebstähle rund zehn Prozent aller Straftaten in Düsseldorf aus. Ein Grund mehr dafür, dass sich die Wirte mehr Polizisten wünschen. Die Altstadt dürfe nicht zum Angstraum werden, so Fiedler.

Inderfurth mahnte, neben Brennpunkten wie Altstadt oder Hauptbahnhof die Stadtteile nicht zu vergessen. Gerade in Randgebieten könnten Notrufsäulen hilfreich sein.

(bew)
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