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Düsseldorf
Bürger können sich über Wiederbelebung informieren

Düsseldorf. Bei einem Herzstillstand zählt jede Sekunde: Ein schneller Versuch der Wiederbelebung verdreifacht die Überlebenschancen. Allerdings trauen sich nur wenige Menschen, tatsächlich eine Herzdruckmassage zu machen. Bis der Notarzt eintrifft, könnte es sonst aber schon zu spät sein. Um dieses Thema stärker in den Fokus zu rücken, ruft das Aktionsbündnis für Wiederbelebung einmal im Jahr eine Aktionswoche aus. Noch bis morgen können sich die Bürger dabei informieren.

Patrick Spata, Tobias Wilkaumsfeld und Jan Gräfe von der Berufsfeuerwehr Düsseldorf demonstrierten zum Auftakt im Rathaus wie eine Herzdruckmassage funktioniert. "Die Regel ist: Prüfen, Rufen, Drücken", erklärten die Männer auch Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD): "Zuerst prüfen, ob die Person noch atmet, dann die 112 rufen und dann erst die Herzdruckmassage beginnen." Der Oberbürgermeister machte mit, kniete sich neben die Versuchspuppe, verschränkte die Hände auf dem Brustbein und drückte circa 100 Mal pro Minute fünf bis sechs Zentimeter tief: alles richtig gemacht.

Um eine Herzdruckmassage von Hand zu vermeiden, gibt es mittlerweile automatische Defibrillatoren, die den Ersthelfern Anweisungen geben. Rheinbahn-Vorstand Klaus Klar nahm zwei solcher Defibrillatoren entgegen. Sie sollen in der U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee sichtbar angebracht werden.

Düsseldorf nimmt zum ersten Mal an einer solchen Aktionswoche teil. Heute und morgen gibt es Veranstaltungen, die für alle Interessierten offen sind. Diese finden heute von 11 bis 14 Uhr im Gebäude Brinckmannstraße 5 und am morgigen Freitag von 10 bis 13 Uhr im Gebäude an der Moskauer Straße 27 statt.

(gros)
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