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Vennhausen
Anwohner fordern gerechte Müllgebühren

Vennhausen: Anwohner fordern gerechte Müllgebühren
Dieter Petzinna und das Ehepaar Peter und Sylvia Mertens zahlen die volle Müllgebühr, müssen aber selbst die Tonnen zur Straße bringen. FOTO: nicole kampe
Vennhausen. In vielen Stadtteilen wird ein Teilservice angeboten. Die Vennhauser aber bekommen keinen Rabatt. Von Nicole Kampe

Die Familien Mertens und Petzinna fühlen sich ungerecht behandelt. Seit 28 Jahren müssen die Hausbesitzer an der Peter-Berten-Straße in Vennhausen ihre Mülltonnen selbst zur Straße Am Hirschgraben rollen, zahlen dafür aber die volle Müllgebühr. "Weil der Müllwagen hier wohl nicht reinfahren kann", sagt Peter Mertens. "Der Sperrmüll-Wagen kommt aber in unsere Stichstraße", fügt er kopfschüttelnd hinzu. Sind die Bewohner der Hausnummern 4, 6, 8 und 10 krank oder im Urlaub, bleibt die volle Tonne stehen. "Wenn da nicht die netten Nachbarn wären", sagt Sylvia Mertens.

Dabei gibt es Stadtteile, in denen Stichstraßen-Anwohner einen Rabatt in Höhe von 30,71 Euro bekommen. Offenbar wohnen die Mertens' und die Petzinnas aber im falschen Stadtteil.

Wiederholte Anfragen der Vennhauser bei der Awista und der Stadt Düsseldorf seien abgeschmettert worden, mit dem Hinweis, die Abrechnung wäre zu kompliziert. "Eine Gewährung des Abschlags für den Teilservice kann für die Peter-Berten-Straße 4, 6, 8 und 10 leider nicht vorgenommen werden", sagt ein Stadtsprecher. Dazu mangele es an einer Rechtsgrundlage. "In der Abfallentsorgungssatzung der Stadt Düsseldorf ist genau festgelegt, in welchen Stadtteilen der Teilservice durchgeführt und damit auch berechnet wird", sagt der Sprecher. Angermund, Wittlaer, Kalkum, Hubbelrath, Knittkuhl und Unterbach gehören dazu. "In Teilservicegebieten sind grundsätzlich kleinere Sammel-Teams im Einsatz, die die Mülltonnen in ihrem gesamten Revier besonders zügig leeren (müssen)", sagt der Sprecher der Stadt. Aus diesem Grund werde ein einheitlicher Gebührenabschlag gewährt. In Vennhausen dagegen sei das eingesetzte Müllfahrzeug nebst Besatzung auf den Vollservice ausgelegt und das Müllwerker-Team deutlich größer als in den Teilservice-Gebieten. "Der höhere Aufwand wird einheitlich für das gesamte Gebiet in der Gebührenkalkulation berücksichtigt", erklärt die Stadt. Wohlwissend, dass die Peter Berten-Straße von dem Müllfahrzeug nicht regelmäßig befahren werden kann. "Deshalb sind die Anwohner selbst verpflichtet, ihre Tonnen zur Leerung bereitzustellen, ohne dass eine Gebührenminderung gewährt werden kann", sagt der Sprecher.

Ein Unding, wie die Anwohner finden. Sie wollen genauso behandelt werden wie die Angermunder, Wittlaerer, Kalkumer, Hubbelrather, Knittkuhler und Unterbacher.

Quelle: RP
 
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