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Düsseldorf
Bürgerverein will Straße nach Theodor Winkens nennen

Düsseldorf. Zu Ehren des 2003 verstorbenen Gerresheimer Architekten Aloys Odenthal, der mit der "Aktion Rheinland" vor 70 Jahren die Zerstörung Düsseldorfs verhinderte, hat die Stadt eine Straße und eine Schule nach ihm benannt. Der Gerresheimer Bürger- und Heimatverein setzt sich nun dafür ein, dass auch an ein weiteres Mitglied der Widerstandsgruppe mit einem Straßennamen erinnert wird: Theodor Winkens.

Der in Wickrath geborene Bäcker hatte von 1931 an als Amtsgehilfe im Polizeipräsidium gearbeitet. Weil er sich mehrfachen Aufforderungen, sich von seiner jüdischen Ehefrau scheiden zu lassen, widersetzte, war er im August 1937 aufgrund des Gesetzes "zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" entlassen worden. Er soll Odenthal auf den Kommandeur der Schutzpolizei, Franz Jürgens, hingewiesen haben, den die Widerstandsgruppe im April 1945 als Unterstützer gewann.

Als am 16. April die Aktion verraten und Jürgens und vier Mitglieder der Gruppe verhaftet worden waren, hatte Winkens Odenthal und August Wiedenhofen gewarnt, als die beiden vor dem Präsidium ankamen. So hatten sie der SS entkommen und die Verhandlungen mit den Alliierten aufnehmen können, während die Verhafteten hingerichtet wurden. Winkens erlebte das Kriegsende in einem Versteck, wurde später wieder in den Polizeidienst übernommen. Er starb 1967 im Alter von 70 Jahren, wurde in einem Ehrengrab auf dem Nordfriedhof bestattet.

(sg)
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