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Düsseldorf
Bürokratie gegen Touristen

Düsseldorf. thorsten.breitkopf

@rheinische-post.de

Anstatt härter daran zu arbeiten, wie der Wohnungsbau in Düsseldorf vorangetrieben werden kann, versuchen SPD und Grüne ein neues Bürokratie-Ungetüm auf den Weg zu bringen. Geht es nach diesen beiden Parteien, dann müssen Hauseigentümer, die ihre Wohnungen an Backpacker oder andere Touristen vermieten wollen, dies zunächst genehmigen lassen. Ja, Eigentum verpflichtet, aber dieser Eingriff wäre nicht verhältnismäßig. Die Stadt betont doch stets, für internationales Publikum attraktiv werden zu wollen. Und gleichzeitig blockiert sie die Nutzung leerstehender Zimmer oder Kellerwohnungen für Reisende. Gleichzeitig stellt sich außerdem noch die Frage, wer das überhaupt kontrollieren soll. Werden bald städtische Verwaltungsmitarbeiter in ihrer Arbeitszeit Internetportale nach Düsseldorfern durchkämmen, die sich mit der Vermietung etwa eines Messezimmers an ein paar Tagen im Jahr etwas hinzuverdienen? Oder wird gar ein Denunziantentum unter Nachbarn angestachelt. Es ist zu hoffen, dass die Gegner einer solchen Zweckentfremdungssatzung vor der Ratssitzung im März nicht umkippen.

Quelle: RP
 
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