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Carsharing
Car2go verkleinert sein Geschäftsgebiet

Fragen und Antworten zum Carsharing
Fragen und Antworten zum Carsharing FOTO: Schaller,Bernd
Düsseldorf. Die Carsharing-Tochter von Daimler zieht sich aus Teilen des Düsseldorfer Marktes zurück. Hilden und Neuss fallen raus. Von Thorsten Breitkopf

Das Carsharing-Angebot in Düsseldorf schrumpft erstmals. Die Firma Car2go, ein Tochterunternehmen des Autobauers Daimler und der Autovermietung Europcar, hat angekündigt, sich aus Teilen des Marktes zurückzuziehen. Ab dem 17. August wird das so genannte Geschäftsgebiet verkleinert. Car2go ist ein mobiles Carsharing. Das heißt, dass Fahrzeuge in einem bestimmten Areal auf irgendeinem öffentlichen Parkplatz kostenlos abgestellt und die Miete dort beendet werden kann. Dieses Areal schrumpft um etwa ein Viertel.

Das Zentrum der Nachbarstadt Hilden gehört nicht mehr zum Marktgebiet von Car2go. Fahrzeuge können dort dann nicht mehr kostenfrei abgestellt werden. Folglich werden dort auch keine Car2go-Fahrzeuge mehr stehen. Bislang gehörte auch der Innenstadtbereich von Neuss und Teile des Rheinparkcenters und des Hafens zum Geschäftsgebiet. Dieses Areal wird auf einen kleinen Bereich an der B1 nahe dem Rheinparkcenter verkleinert.

In Heerdt wird der Bereich nördlich der Hansaallee bald nicht mehr zum Car2go-Land gehören. Ebenso entfällt die Fläche zwischen Flughafen und dem Derendorfer Daimler-Werk. Am Flughafen selbst soll es aber weiterhin feste Abstellmöglichkeiten geben.

Die Benderstraße und die Torfbruchstraße in Gerresheim sollen weiter Teil des Marktbereiches von Düsseldorf sein, allerdings wird dieser Stadtteil zu einer Art Insel. Ein breiter Teil im Osten des Stadtgebietes, etwa in Düsseltal, Flingern und Eller im Süden, fällt raus. Heute gehört noch ganz Benrath zum Geschäftsgebiet, ab Mitte August ist eine Anmietung nur noch an einem schmalen Streifen entlang des Benrather Schlosses möglich.

"Diese Anpassung ist das Ergebnis einer längeren und intensiven Untersuchung der bestehenden Gebiete. Wir wissen mittlerweile sehr genau, in welchen Gebieten der Stadt unser Service stark nachgefragt wird und in welchen Bereichen die Nachfrage nach Car2go-Fahrzeugen geringer ausfällt", sagt Andreas Leo von Car2go. "Unsere Fahrzeuge werden in den Innenstadtbereichen acht bis zehn Mal pro Tag angemietet, und dennoch realisieren wir teilweise nur die Hälfte der Suchanfragen, weil der Bedarf so groß ist", so Leo weiter.

Die Ergebnisse seien durch die Auswertung der Car2go-App übermittelt worden. Gleichzeitig würden die Smarts in den Außenbereichen der Geschäftsgebiete teilweise nur zwei bis drei Mal täglich angemietet. "Dies führt dort zu langen Standzeiten vieler Fahrzeuge und ist weder wirtschaftlich noch trägt es zur Zufriedenheit der Mehrzahl der Kunden bei", sagt Leo.

Von den Verkleinerungen des Geschäftsgebietes seien in Düsseldorf laut Car2go rund fünf Prozent der Kunden betroffen "Doch die Verfügbarkeit freier Fahrzeuge wird sich für rund 95 Prozent der Kunden verbessern, die nach wie vor innerhalb des Geschäftsgebietes wohnen", so Leo. In Düsseldorf gibt es aktuell 300 Fahrzeuge - die Dichte soll laut dem Firmensprecher von gegenwärtig knapp drei auf mehr als vier Fahrzeuge je Quadratkilometer steigen.

Quelle: RP
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