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Düsseldorf
Messe zeigt die Freiheit des Campings

Caravan-Salon 2016: Messe zeigt die Freiheit des Campings
Alt trifft neu: Das Wohnmobil SMOVE (l.) von Niesmann & Bischoff (knapp 83.000 Euro) und der VW-Bus T2 aus dem Jahr 1969, damals 8550 Mark teuer. FOTO: Constanze Tillmann
Düsseldorf. Der Caravan-Salon 2016, der am Samstag nächster Woche beginnt, soll der größte aller Zeiten werden. Die Branche brummt wieder. Nach dem Boom der Wohnmobile werden erstmals mehr Wohnanhänger verkauft. Von Thorsten Breitkopf

Ab dem 27. August, dem Samstag nächster Woche, wird Düsseldorf wieder zum Treffpunkt aller Campingfreunde. Dann startet der Caravan-Salon, die größte Campingmesse der Welt. Diesen Titel verteidigt die Freizeitmesse seit vielen Jahren. Die zweitgrößte Veranstaltung dieser Art bietet nicht einmal die Hälfte der Fläche, die Caravanfreunden in Düsseldorf zur Verfügung steht.

Gestern gaben die Veranstalter auf dem Gut Knittkuhle an der Stadtgrenze zu Ratingen einen ersten Ausblick auf den Caravan-Salon 2016. "Dieses Jahr haben wir 590 Aussteller auf mehr als 210.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche", sagt der Direktor des Caravan-Salons, Stefan Koschke. Die Ausstellungsfläche ist gewachsen und wird erstmals um die Halle 4 erweitert. Das ist laut Koschke ein Rekord. Nie zuvor in der 55-jährigen Geschichte war der Caravan Salon so groß wie 2016. Insgesamt werden 2100 Fahrzeuge aller Art gezeigt. In den Hallen 4, 9 bis 12, 14 sowie 16 und 17 sind die Klassiker der Messe zu sehen, also Wohnwagen oder Caravans genannt, Wohnmobile, Pick-ups, Ausbaufahrzeuge und Wechselkabinen. Darunter sind immer wieder Exoten zu sehen, etwa die allradgetriebenen Expeditionslastwagen des österreichischen Herstellers Action Mobil in Halle 14, die mit Preisen im deutlich sechsstelligen Bereich das obere Preissegment der Branche abdecken.

Halle 5 bildet das andere Extrem des Campings ab: Zelte. Neben Vorzelten für Caravans und normalen Zelten gibt es auch Faltcaravans - quasi als Kompromiss - und andere Outdoorartikel. Auf dem Freigelände werden diverse Aktionen technischer Art geboten. Im Trend sind dieses Jahr vor allem E-Fahrräder, die beim Urlaub mit Wohnmobil oder Wohnwagen mitgenommen werden können. In Halle 7 präsentieren sich die Campingplätze, meist vor allem die großen und sehr großen. In Halle 13 geht es in erster Linie um die Technik, Halle 12 und 15 konzentrieren sich auf Vans und Kastenwagen.

In Halle 14 stellt der österreichische Hersteller Action Mobil seine Expeditionsfahrzeuge vor, wie diesen allradgetriebenen Lkw von MAN. FOTO: Messe

Anlässlich des 55. Geburtstags des Caravan-Salons werden in Halle 7 und im Übergang zum Eingang Nord die Oldtimer des Camping Oldie Clubs zur Schau gestellt, darunter Fahrzeuge vor allem aus den ersten drei Jahrzehnten der Messe. Darunter wird auch der VW-Bus vom Typ T2a zu sehen sein, der gestern bei der Vorschau auf Gut Knittkuhle gezeigt wurde. Das Fahrzeug kostete im Jahr 1969 gerade mal 8550 Mark, bietet Platz für zwei Personen und zur Not (bestenfalls ein nicht zu großes Kind) unter dem Dach einem Dritten ein Bett. Es handelt sich um das Modell Amsterdam des Herstellers Westfalia. Zum Vergleich: Der Preis des Durchschnitts-Wohnmobils heute ist gerade gesunken: Laut Hans-Karl Sternberg, Geschäftsführer des Ausstellerverbandes CIVD, sank der Preis im Mittel von 68.000 im Jahr 2016 auf heute "nur noch" 66.800 Euro je Fahrzeug.

Die Branche erlebt nach den Krisenjahren einen Boom. Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden insgesamt 27.200 Wohnmobile, also motorisierte Fahrzeuge, abgesetzt, 21 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ein Trend, der seit Jahren anhält. Inzwischen holen aber auch die klassischen Caravans, die Wohnwagen als Anhänger, wieder auf, nachdem sie lange unter Absatzproblemen zu leiden hatten. Im ersten Halbjahr wurden mit 15.400 fast acht Prozent mehr angemeldet als im ersten Halbjahr 2015.

Quelle: RP
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