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Stellplätze
Kreis Kleve: Ohne Platzproblem unterwegs

Stellplätze: Kreis Kleve: Ohne Platzproblem unterwegs
Im Zeichen der Schwanenburg: Der Reisemobilpark Kleve am Forstpark liegt stadtnah und doch mitten im Grünen.
Stellplätze sind erste Wahl für Reisemobilfahrer. Doch durch den Camping-Boom werden sie mancherorts zur Mangelware. Immer mehr Städte haben das Problem erkannt und bauen ihre Reisemobil-Infrastruktur aus. Ein Gewinn für alle Beteiligten.

Freiheit, Natur, Unabhängigkeit – mit diesen Worten wirbt die Caravaning-Branche für den Urlaub im Reisemobil. Mit Erfolg! Allein im ersten Halbjahr 2017 wurden 27.300 Reisemobile neu zugelassenen. Ein Plus von gut 14 Prozent. Doch der andauernde Erfolg bringt dem Womofahrer bislang unbekannte Schwierigkeiten. Denn den insgesamt ca. 460.000 Wohnmobilen hierzulande stehen auf rund 4.000 Stellplätzen in Deutschland nur 70.000 Parzellen zur Verfügung. Da kann es schon mal eng werden.

Vor allem in der Hochsaison, an Wochenenden oder in besonders attraktiven Regionen. All diese Probleme sind bei promobil bekannt. 96 Prozent der Leser des größten Reisemobilmagazins Europas beklagen die Situation als "deutlich enger als früher". Und Stefan Weidenfeld, Ressortchef Reise, sagt: "Wenn rein rechnerisch auf 6,6 Reisemobile in Deutschland nur eine Stellfläche kommt, ist das ein Hinweis darauf, dass ein Ausbau der Reisemobil-Infrastruktur ein Gewinn wäre für alle Beteiligten: die Gemeinden samt der jeweiligen örtlichen Wirtschaft, die privaten Stellplatzbetreiber, die Reisemobilhersteller und natürlich die Reisemobilfahrer."

Stellplätze sind für Reisemobilfahrer im Urlaub unabdingbar. Denn es ist in Deutschland zwar erlaubt, im Reisemobil auf einen öffentlichen Parkplatz "zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit" zu übernachten. Doch wer dort seine Campingstühle auspacken will, kann Schwierigkeiten bekommen. Denn das ist eine genehmigungspflichtige Sondernutzung. Außerdem fehlen auf normalen Parkplätzen Versorgungsmöglichkeiten und auch die Sicherheit ist nicht gewährleistet.

Müssen sich Womofahrer um ihre große Freiheit also sorgen? Nicht überall, wie das Beispiel des Kreises Kleve zeigt. Jede der 16 Städte und Gemeinden hat mindestens einen Stellplatz. Zusammen sind es 31, die gut und gerne 1400 Parzellen bereithalten. Die meisten sind ausgerüstet mit Strom, Wasseranschluss sowie Entsorgungseinrichtungen. Einige haben E-Bike-Ladestationen oder behindertengerechte Sanitäreinrichtungen. Und ganz einfache Stellplätze sind sogar kostenfrei.

Am Niederhein hat man erkannt, dass Stellplätze ein gutes Investment sind. Denn die Besitzer der kostspieligen Fahrzeuge sind längst nicht mehr als Selbstversorger mit Bierkasten und Ravioli-Dosen unterwegs. Sie gehen in Restaurants, besuchen Museen und shoppen gerne. Fast 40 Euro pro Kopf und Tag gibt der Reisemobilfahrer vor Ort aus.

Auch der Caravaning Industrie Verband, CIVD, betont den wirtschaftlichen Nutzen von gut angelegten Stellplätzen, beklagt aber auch den weit verbreiteten Irrtum der Tourismusverantwortlichen, dass der Campingplatz vor Ort den Bedürfnissen der Reisemobilfahrer gerecht werde. Doch das ist nur bedingt der Fall. Reisemobilfahrer wollen spontan an- und abreisen. Auch nachts muss das möglich sein. Die fälligen Gebühren werden an einem Automaten bezahlt. Das alles bietet eine moderne Stellplatzananlage. Und auf Sanitäranlagen kann auch mal verzichtet werden, da Dusche und Toilette an Bord vorhanden sind.

Der klassische Campingplatz dagegen ist das bevorzugte Ziel für Caravan-Fahrer und Zelter, die gerne auch mal länger an einem Ort bleiben. Damit sich Städte und Kreise in Zukunft besser auf den Reisemobiltourismus einstellen können, wird beim CIVD in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tourismusverband, DTV, eine Planungshilfe für den Stellplatzbau aktualisiert. Schließlich soll die große Freiheit nicht durch den Boom der Reisemobile eingeschränkt werden.

Weitere Informationen: promobil bietet unter www.promobil.de eine neue, kostenlose Stellplatz-Radar-App an mit über 7.000 gelisteten Stellplätzen und 100.000 Bewertungen von Nutzern. Auch beim ADAC gibt es unter www.adac.de einen aktualisierten Camping- und Stellplatzführer.

Unter www.wfg-kreis-kleve.de findet sich eine Auflistung sämtlicher Stellplätze im Kreis Kleve.

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