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Düsseldorf
Festtage für Autofans

"Cars & Coffee" 2015 in Düsseldorf: Festtage für Autofans
Die Besucher drängten sich um die besten Plätze, um gute Fotos von den exotischen Autos wie diesem Ferrari LaFerrari machen zu können. Zum zweiten Mal fand "Cars & Coffee" am Wochenende auf der Stromstraße statt. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Beim Event "Cars & Coffee" und der Hausmesse in Menzels Lokschuppen wurde Düsseldorf zum Mekka für exotische Fahrzeuge. Von Nils Fricke

Es ist Sonntagmorgen, Reifen quietschen, Motoren jaulen. Menschen drängeln und schubsen - mit Kameras bewaffnet, versuchen sie den besten Blick auf die exotischen Autos zu bekommen. Ferraris, Lamborghinis, Porsches, Maseratis, Aston Martins und selbst individuelle Einzelstücke reihten sich Tür an Tür auf dem Parkplatz unter dem Rheinturm. Zum zweiten Mal fand das Event "Cars & Coffee" in Düsseldorf statt. Mehr als 200 Besitzer hatten sich mit ihren Autos für die Veranstaltung angemeldet, nur 140 konnten aus Platzgründen zugelassen werden. Vom großen Andrang schienen selbst die Organisatoren Daniel Kurpik (30) und Marco Türck (33) etwas überrascht. "Wir hatten schon bei unserer ersten Veranstaltung gemerkt, dass das Interesse bei den Leuten da ist. Aber wenn man den heutigen Tag mit der Anfangszeit vergleicht, muss man sagen, dass die Nachfrage explodiert ist", sagt Kurpik.

Für viele Autobegeisterte ist das Event an der Stromstraße das Höchste der Gefühle. "Ich bin heute morgen aus Eindhoven gekommen, um mir die ganzen Autos anzuschauen", sagt Klaas Keysberg (16). Die Kamera im Anschlag läuft er systematisch jedes Auto einzeln ab. Motorhaube, Heck, Felgen - alles wird mit dem Fotoapparat detailliert dokumentiert. "Die Möglichkeit, solche Autos live zu sehen, musste ich nutzen."

Ein DeLorean DMC: Film-Fans ist er bekannt als Zeitmaschine aus dem Klassiker "Zurück in die Zukunft" FOTO: Endermann, Andreas (end)

Das Konzept, das hinter "Cars & Coffee" steht, ist simpel: "Wir wollten, dass sich Autobesitzer und Autofans morgens zu einem Kaffee treffen und in angenehmer Atmosphäre über alles rund um's Auto philosophieren können", sagt Türck. Und das taten sie. Bei strahlendem Sonnenschein schoben sich die Besucher über das Gelände und tauschten sich aus, über Pferdestärken, Hubraum und Drehmoment. Zwischen den Sportboliden machten jedoch auch einige Exoten auf sich aufmerksam. Ein Rolls Royce Phantom in Tarnoptik mit der Aufschrift "Military Police" war ein besonderer Blickfang für die Besucher. "Ein Rolls Royce ist für mich ein Opa-Auto, deshalb wollte ich es etwas aufpeppen", erklärte sein Besitzer das gewöhnungsbedürftige Aussehen des Autos, mit dem er aus der Schweiz angereist war, um es in Düsseldorf zu präsentieren.

Mit nur zwei Metern Länge und 81 Zentimeter Höhe, wirkten die kleinsten Gefährte des gestrigen Tages dagegen fast schon unscheinbar, doch die Aufmerksamkeit die ihnen zu Teil wurde, war nicht weniger gering. HotRods heißen die Seifenkisten ähnlichen Fahrzeuge, die mit bis zu 90 Kilometern pro Stunde über den Asphalt jagen können. "Das Fahrgefühl ist unvergleichlich, als würde man mit einem Gokart durch die Straßen fahren. Jede Bodenwelle und jedes Schlagloch macht sich bemerkbar", sagt der Betreiber von HotRod Citytour Düsseldorf, Chris Seibert (40).

Für Nostalgiker mit einer Leidenschaft für amerikanische Fahrzeuge war Menzels Lokschuppen am Wochenende der richtige Ort. Ob ein Ford Mustang aus dem Jahr 1965, ein 1960er Chevrolet Impala, ein Cadillac Series 62 aus dem Jahr 1950 oder gar ein DeLorean DMC - bekannt aus dem Filmklassiker "Zurück in die Zukunft" - viele der ausgestellten Autos ließen die Herzen der Oldtimerfreunde höher schlagen. "Ich habe mehr als 20 Jahre in den USA gelebt und selbst einen Ford Mustang besessen, da ist es ein schönes Gefühl, mal wieder einen Blick auf dieses tolle Auto werfen zu können und in Erinnerungen zu schwelgen", sagt Amin Heider (74), der die Hausmesse von Menzels Lokschuppen an der Friedrichstraße besuchte.

Für ein USA-Gefühl sorgte eine besondere Rundfahrt durch die Düsseldorfer Innenstadt: in einem originalen gelben Bluebird Schulbus.

Quelle: RP
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