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Düsseldorf
CDU-Basis stimmt für Stieber

Düsseldorf. Im Landtags-Wahlkreis 40 unterlagen Olaf Lehne und Stefan Koch. Von Denisa Richters

Die Wahl der CDU-Kandidaten im Landtagswahlkreis 40 im Düsseldorfer Norden (Stadtmitte bis Angermund) versank fast in organisatorischem Chaos. Auslöser war, dass am Eingang Stimmkarten auch an nicht Wahlberechtigte ausgegeben worden waren. Deshalb musste vor Ausgabe der Stimmzettel noch einmal mit Listen abgeglichen werden, wer wirklich zur Abstimmung berechtigt war. "So etwas habe ich auch noch nicht erlebt", sagte CDU-Urgestein Heinz Hardt. Andere Mitglieder schwankten zwischen amüsiert und erbost. Zumal der Start des Deutschland-Spiels kurz bevorstand.

Dafür gab es bereits nach einem Wahlgang einen Sieger: Andreas-Paul Stieber (50), Ratsherr und selbstständiger Unternehmensberater, erhielt 55 Prozent der 253 Stimmen, auf Olaf Lehne (54), Ratsherr und Rechtsanwalt, entfielen 107 Stimmen, Stefan Koch (50), Bezirksvertreter und Revisor der Sparkasse Duisburg, erhielt sieben Stimmen. Endgültig nominiert werden die Kandidaten bei einem Delegierten-Parteitag am 29. Juni. Lehne will noch mal gegen Stieber kandidieren.

Wie zuvor Koch betonte auch Lehne in seiner Vorstellungsrede das Konservative, setzte seinen Schwerpunkt auf innere Sicherheit. "Wir müssen die Werte Glaube, Sitte, Heimat wieder hochhalten", die rot-grüne Landesregierung lebe diese nicht. "Wir brauchen keine No-go-areas in NRW." Lehne sprach sich für Förderschulen statt Inklusion aus, denn der gemeinsame Unterricht für behinderte und nicht-behinderte Kinder dürfe den Schulbetrieb nicht aufhalten, das schade allen Beteiligten. Stieber setzte sich davon durch liberalere, betont christliche Positionen ab, "mit kühlem Kopf und heißem Herzen". Inklusion müsse mit Fairness und Gemeinschaft angegangen werden, selbst ernannte Patrioten dürften nicht vorgeben, das Abendland retten zu wollen, wenn sie es eigentlich mit Füßen träten.

Zuvor hatte die Basis über die Bundestags-Kandidatur von Parteichef Thomas Jarzombek entschieden: Er erhielt als einziger Interessent 249 der 286 abgegebenen Stimmen, 32 Mitglieder stimmten mit Nein. Sylvia Pantel erhielt zeitgleich im Süd-Wahlkreis für den Bundestag 80 Ja- und 17 Nein-Stimmen von der Basis.

Quelle: RP
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