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Düsseldorf
CDU fordert Konkretisierung der lokalen Gender-Politik

Düsseldorf. Christdemokrat Andreas Auler fordert von der Ampel-Kooperation im Rathaus eine Präzisierung der Projekte "Diversity Management" und "Gender Budgeting". Das sagte der Ratsherr am Rande der gestrigen Sitzung des Gleichstellungsausschusses. Anlass war ein kurzer Auftritt der neuen, beim Gleichstellungsbüro angedockten Diversity-Beauftragten Renate Hoop. Die hatte angekündigt, sich bei Veranstaltungen in Dortmund und Stuttgart Anregungen einholen zu wollen. "Dagegen, dass die neue Beauftragte das jetzt so macht, ist ja grundsätzlich nichts einzuwenden. Ich frage mich allerdings, ob für einen Begriff, der erst noch mit Inhalten gefüllt werden muss, tatsächlich eine neue Stelle eingerichtet werden muss", meinte Auler. Hoop hatte bislang im Gesundheitsamt das Sachgebiet "Koordination gesundheitliche Versorgung" geleitet. Ihre neue Stelle trat sie zum 1. Mai an. Von Jörg Janssen

Dass der Begriff "Diversity" erklärungsbedürftig ist, weiß Silke Laqua, Vize-Leiterin des Gleichstellungsbüros. Erst kürzlich habe sie versucht, Senioren das zu erklären. Ganz einfach sei das nicht gewesen. Trotzdem stehen sie und die Gleichstellungsbeauftragte Elisabeth Wilfart hinter der Stelle mitsamt Konzept. "Ein professionelles Vielfältigkeits-Management birgt viele Chancen und ist nicht nur in Kommunen, sondern auch in vielen Unternehmen längst eine Selbstverständlichkeit", meint Wilfart.

Diversity-Management versucht, die Verschiedenheit von Geschlecht, Alter, sexueller Identität, Religion, Herkunft und möglichem Handicap als Ressource zu erkennen und bei politischen Planungsprozessen zu berücksichtigen. "Aber was heißt das konkret für Düsseldorf? Welche Projekte wird es geben?", fragt Auler und fordert die Ampel-Partner auf, "endlich konkret zu werden". Doch nicht nur das Diversity-Management, auch das das so genannte "Gender Budgeting" gehöre auf den Prüfstand. "Wenn wir wollen, dass Haushaltsmittel geschlechtergerecht ausgegeben werden, muss ich Anhaltspunkte dafür haben, wer was als gerecht definiert, wer am Ende also profitiert und wer möglicherweise Einbußen hinnehmen muss", sagte Auler nach Sitzungsende.

Quelle: RP
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