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Düsseldorf
Chanel jetzt in der ersten Kö-Reihe

Düsseldorf. Das Unternehmen hat einen Millionenbetrag in seine neue Filiale investiert. Gestern war Eröffnung. Von Dagmar Haas-Pilwat

Wo früher das Lichtburg-Kino war und zehn Jahre lang Starbucks und das Modegeschäft Stefanel ihre Adressen hatten, standen gestern, Punkt 10 Uhr, die ersten Kundinnen vor der Eingangstür an der Kö 40: Nach fast zwölf Monaten dauerndem, millionenteurem Umbau ist das Luxuslabel Chanel in die erste Reihe auf der Kö eingezogen. "Wir haben lange nach dem richtigen Standort gesucht", sagt Deutschland-Chef Alexander Keller, der als gebürtiger Düsseldorfer die alte Lichtburg noch bestens kennt.

Mit 350 Quadratmetern ist die neue Boutique fast viermal so groß wie die bisherige, die sich im Kö-Center befand. "Mit der neuen Top-Location können wir nun auf dem Niveau von Paris und New York mithalten", betont Keller. Die Düsseldorfer Prestige-Location lässt sich Chanel (2014 wurden Erlöse in Höhe von sechs Milliarden Euro erzielt) dem Vernehmen nach jährlich eine Million Euro an Miete kosten.

Für die Gestaltung in Düsseldorf ist Chanels "Haus-Architekt", der New Yorker Peter Marino, verantwortlich. Unter seiner Regie ist ein weitläufiger Store entstanden, und erstmals in Europa realisierte er an der Kö das neueste Interieur-Konzept. Die Fassade zeichnet sich durch großflächige Schaufenster aus. Für die Innengestaltung nahm sich Marino Gabrielle "Coco" Chanels Pariser Apartment in der 31, rue Cambon zum Vorbild: Mattes Gold, Alabaster, glänzende Oberflächen aus Glas oder Lack stehen in Kontrast zu Details wie von Hand gemalte Wandverzierungen oder mit Chanel-Tweed bezogene Sofas und Sessel. Um die Einzigartigkeit jeder Boutique zu unterstreichen, integrieren die Franzosen auch Kunstwerke in die Einrichtung. So betreten Besucher den Laden durch eine Galerie mit einer Skulptur des Künstlers Andrei Molodkin.

Neben den von Karl Lagerfeld entworfenen Accessoires wie Handtaschen, Modeschmuck, Brillen und Uhren werden in separaten Salons Schuhe und Mode in Szene gesetzt. "Endlich können wir unser komplettes Sortiment zeigen", sagt Store-Managerin Miriam Weber. Mit Blick auf die arabische Kundschaft lassen sich die Ankleideräume so vergrößern, dass im Kreise der Familie gekauft werden kann.

Quelle: RP
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