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Düsseldorf
Chaos auf dem Radweg auf der Friedrichstraße

Neuer Radweg an der Friedrichstraße
Düsseldorf. Der neue Radweg ist breit, mit dicken Linien markiert und bietet entsprechend viel Platz - die Friedrichstraße ist dennoch nicht zu einem Paradies für Radfahrer geworden. Die neue Spur zwischen Bilker S-Bahnhof und Heinrich-Heine-Allee wird als Ladezone oder eben doch zum Autofahren genutzt.

Dabei wollte die Stadt nach dem Abbau der nicht mehr genutzten Straßenbahn-Haltestellen eine einladende Rad-Trasse zwischen Bilk und Innenstadt schaffen - die neue Verkehrsführung mit nur einer Autospur ab der Herzogstraße sorgt aber derzeit eher für Verwirrung. Viele Autofahrer hätten sich noch nicht an den neuen Radweg gewöhnt, sagt Anwohnerin Rita Dunnebach. Sie selbst werde auf dem Weg zu ihrem Büro in der Graf-Adolf-Straße regelmäßig von anderen Fahrzeugen abgedrängt. Ist sie im Berufsverkehr unterwegs, zieht sie es deshalb vor, das Rad zu schieben. Für die vielen Verkehrsteilnehmer zu dieser Stunde sei die Friedrichstraße einfach zu eng.

Aber auch zur Mittagszeit lässt sich beobachten, dass viele Radfahrer den für sie reservierten Fahrstreifen gar nicht nutzen. Stattdessen herrscht reger Verkehr auf den Bürgersteigen. Eine Reaktion auf die chaotische Situation auf der Straße, sagt Manfred Riefels, der selbst mit seinem Fahrrad über den Fußgängerweg rollt. Dennoch zeigt er sich angetan von den Bemühungen der Stadt, die Straßen für Radfahrer attraktiver zu gestalten. Insgesamt habe sich die Lage sehr verbessert.

(hgw/irz)
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