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Düsseldorf
Chef von Vossloh tritt nach nur einer Amtszeit ab

Düsseldorf. Der Bahntechnik-Spezialist Vossloh muss sich einen neuen Chef suchen. Hans Schabert habe dem Aufsichtsrat mitgeteilt, dass er nach Ablauf seiner Amtszeit zum 31. März 2017 aus familiären Gründen nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehe, teilte das Unternehmen mit.

Schabert steht seit April 2014 an der Spitze von Vossloh. Damals hatte Großaktionär Heinz Hermann Thiele nach seinem Einstieg die Geschäftsführung ausgetauscht. Schabert treibt seitdem eine Neuausrichtung voran. Vossloh konzentriert sich auf das Geschäft rund um Gleise, etwa Schienenbefestigungen oder Weichen. Erst im November hatte Schabert den Lokomotivbau in Spanien verkauft.

Zu Vossloh gehört auch die in Düsseldorf ansässige Bahntechnik-Firma Kiepe. Das Unternehmen rüstet Straßenbahnen und Busse mit Elektrotechnik aus. Vor wenigen Wochen startete ein weltweit einmaliges Produkt mit Technik von Vossloh Kiepe. Nach drei Jahrzehnten weihte die Stadt Wuppertal das erste Modell der neuesten Schwebebahn-Generation ein. Und wie bei allen Vorgängern ist die Ausrüstung der besonderen Züge von Kiepe. Vossloh will sich von Unternehmensteilen trennen.

"Wir sind in Sondierungsgesprächen mit potenziellen Interessenten", hatte Hans Schabert noch vor einem Jahr gesagt. Vossloh-Großaktionär und Aufsichtsratschef Heinz-Hermann Thiele, der vor etwa einem Jahr seine Vossloh-Anteile aufstockte, hatte dem Konzern einen Umbau und die Trennung vom Lokomotivgeschäft verordnet. Das von ihm im Frühjahr 2014 eingesetzte Management musste daher bereits im im März 2015 einen hohen Verlust verbuchen. Restrukturierungskosten, Abschreibungen und geänderte Projektkalkulationen führten 2014 zu einem Minus im operativen Geschäft von 171,6 Millionen.

(tb)
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