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Düsseldorf
Chihuahua "Honey" von Taxi totgefahren

Düsseldorf: Chihuahua "Honey" von Taxi totgefahren
Chihuahua Honey wurde zwei Jahre alt und war ein echter Familienhund. FOTO: privat
Düsseldorf. Der Schock in der ganzen Familie ist groß: Chihuahua "Honey" wurde am Dienstagnachmittag von einem Taxi in Derendorf überfahren - der Fahrer flüchtete. Die Besitzerin ist tieftraurig und auf der Suche nach dem Schuldigen.  Von Ines Räpple

Die Großmutter der jungen Frau hatte den Hund am Nachmittag Gassi geführt. "Sie war nur noch eine Ampel von zuhause entfernt", berichtet die Schwester der Besitzerin. An der Essotankstelle ging die Oma gegen 16.30 Uhr mit der angeleihnten "Honey" bei Grün über die Straße - "das Taxi kam über die Roßstraße", es sei bei Rot gefahren.

"Eine Frau mit Kinderwagen hat beobachtet, wie das Taxi dann in die Hans-Böckler-Straße abgebogen ist", sagt die Schwester. Die Zeugin habe auch die Polizei gerufen. Die ganze Familie trauert um den Chihuahua, der erst zwei Jahre alt war, und ist froh, dass der Oma und der Mutter mit ihrem Kind nichts passiert ist.

Nun hoffen die Schwestern, dass die Polizei mit Hilfe des Teilkennzeichens, das eine Zeugin notiert hat, den Fahrer ausfindig zu machen. Auch auf der Facebook-Seite des "Nettwerk Düsseldorf" hat eine Bekannte der beiden einen Zeugenaufruf gestartet. "Die Polizei hat uns gesagt, dass es relativ schwer wird, den Fahrer zu finden. Ich kann das gar nicht glauben. Bei einem privaten Fahrzeug okay, aber bei einem Taxi müsste es doch einfacher sein", sagt die Schwester der Besitzerin: "Ich habe die Befürchtung, dass die Polizei nicht so recherchiert, weil es nur ein Hund ist." 

Diese Befürchtung kann Polizei-Pressesprecherin Anja Kynast aber zerstreuen. "Das Verkehrskommissariat ermittelt wegen einer Unfallflucht." Ein Tier würde laut BGB als Sache behandelt - von Sachbeschädigung könne man aber nur bei Vorsatz sprechen. 

Taxizentrale kann nicht helfen

Das Straßenverkehrsamt  und  Taxizentrale konnten der Familie auch keine Auskunft geben. Dennis Klusmeier, der Vorstandsvorsitzende der Taxizentrale "Taxi Düsseldorf", der gut 80 Prozent der Fahrer angehören, erklärt auf Anfrage unserer Redaktion: "Wir haben nicht alle Kennzeichen gespeichert, denn wir identifizieren uns über die Ordnungsnummer." Der Vorgang ist ihm nicht bekannt, doch er rät, sich in jedem Fall an die Ordnungsbehörden zu wenden, denn "wir können so etwas nicht sanktionieren". Es sei zwar zweitrangig und soll keine Entschuldigung sein, aber vielleicht habe der Fahrer den Unfall auch nicht bemerkt. Klusmeier kann verstehen, dass die Familie um ihren Hund trauert und glaubt, dass "es nicht mit Absicht geschehen" sei. 

Nun hofft die Familie Informationen von der Tankstelle, in dessen Nähe der Unfall passiert ist, zu bekommen. Vielleicht erfasst die Videoüberwachung ja den Ampelbereich, so die Hoffnung. 

(irz)
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