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Düsseldorf
Clowns: Polizei warnt vor Selbstjustiz

Polizei gibt Tipps zum Umgang mit Horrorclowns
Polizei gibt Tipps zum Umgang mit Horrorclowns
Düsseldorf. Der amerikanische Horror-Spaß bringt auch die Maskierten in Gefahr.

Ein 16-Jähriger ist am Montagabend in Garath von einem Mann in Clownsmaske erschreckt worden. Der Clown zog sogar ein Messer, rannte dann davon. Der Jugendliche alarmierte sofort die Polizei. Die weist daraufhin, dass auch ein bloßes Erschrecken durchaus strafrechtliche Konsequenzen haben kann, erst recht natürlich, wenn dabei Waffen im Spiel sind,

Vorfälle mit Horror-Clowns in der Region

Den aus den USA importierten Horror-Clown-Hype hält die Polizei für durchaus gefährlich - auch für die Clowns selbst. "Wäre der Jugendliche in unserem Fall ein, sagen wir: trainierter Kampfsportler, hätte das für den Clown schmerzhaft enden können", heißt es bei der Düsseldorfer Polizei, die gemeinsam mit dem nordrhein-westfälischen Landeskriminalamt vor Hysterie durch im Internet kursierende Falschmeldungen warnt. In sozialen Netzwerken werde bereits verstärkt zur Selbstjustiz aufgerufen, und die sei - auch gegenüber Horror-Clowns - verboten.

Mit Blick auf die bevorstehende Halloween-Nacht weist die Polizei auch darauf hin, dass nicht jeder Mensch im Clowns-Kostüm automatisch ein Angreifer sein müsse. Sie rät, sich vorausschauend zu verhalten, um potenzielle Gefahren zu erkennen und ihnen frühzeitig aus dem Weg gehen zu können. Ob mit oder ohne Maskerade: Wer eine bedrohlich wirkende Person oder Gruppe vor sich sehe, treffe "möglicherweise die bessere Entscheidung", indem er einen Umweg wähle. Ansonsten gelte auch in Sachen Clowns: Wer sich bedroht fühlt, sollte den Notruf 110 wählen.

(sg)
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