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City Beats
"Creeps" ist die beste Nachwuchsband

City Beats: "Creeps" ist die beste Nachwuchsband
Die Mitglieder der Siegerband Creeps traten mit Masken auf. FOTO: Tobias Book
Düsseldorf. Die Gruppe "Creeps" ist Sieger des Düsseldorfer Nachwuchs-Musikwettbewerbs "City Beats". Im Haus der Jugend standen sich am Samstagabend die drei Finalisten gegenüber. Von Tim Neumann

Die Bühne ist dunkel, einzig drei Beamer projizieren passend zu sphärischen Sounds schwarz-weiße Muster auf die drei Musiker und ihre dunklen Gesichtsmasken. Am Ende des Abends dürfen "Creeps" als Sieger des Nachwuchs-Wettbewerbs "City Beats" den Pokal mit nach Hause nehmen. Zum 20. Mal haben die Junge Aktionsbühne (JAB) und das Kulturamt die beste Düsseldorfer Nachwuchs-Band gesucht. 

Unterschiedlicher hätten die drei Bands kaum sein können. Der Werstener Rapper Felix Nitsch alias "Fil der Protagonist" animierte das Publikum mit jazzigem Hip-Hop, der sich nach eigenen Angaben am US-amerikanisch Rapper Kendrick Lamar orientiert. Nitsch war nach dem Auftritt glücklich: "Es war einfach mega toll. Wir hätten uns nicht mehr wünschen können." Die Band Eleveta begeisterte das Publikum mit "Alternaponk", der zeitweise an Billy Talent erinnerte. Spätestens mit ihrem Song "Let's Go!!" zogen sie auch das Publikum in ihren Bann. Gitarrist John Conley war mit dem Auftritt zufrieden, sah aber auch noch Luft nach oben: "Vom Feeling war da schon mal mehr."

Nach zwei klassischen Band-Auftritten bot Creeps auf der Bühne eine ganz besondere Show. "Unsere Musik ist weniger zum Mitgehen", sagt Sängerin Kate Barlow, "wir hoffen, dass das Publikum einfach genießt." Die drei Studenten der Kunstakademie spielten auf Keyboard und einem Hybrid-Schlagzeug sphärischen Electro-Pop, der mit einer sehr mystischen Beleuchtung und Gesichtsmasken kombiniert wurde. "Das Arrangement soll zusammen betrachtet werden", erzählt Komponist Frank Wright. "Wir als Personen wollen nicht von der Kunst ablenken", erklärt Kate Barlow die dunklen Gesichtsmasken, die sie auch abseits der Bühne tragen.

"Creeps war einfach dieses Jahr der außergewöhnlichste Auftritt", begründet Organisatorin Sabine Fleischer von der JAB die Jury-Entscheidung. "Creeps" nahmen nicht nur den Pokal, sondern auch 2500 Euro und drei Aufnahmetage in einem Tonstudio mit nach Hause. Von dem Preisgeld will sich die Band neues Equipment kaufen und in einen kleinen Tour-Bus investieren. Aber auch "Fil der Protagonist" und "Eleveta" wurden auf dem zweiten und dritten Platz mit Geldpreisen belohnt.

Nachträglich zum 20. Geburtstag des City soll es nächstes Jahr ein Festival mit Düsseldorfer Newcomer-Bands geben. Dann könnte es auch ein Wiedersehen mit den diesjährigen Finalisten geben.

 
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