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Düsseldorf
Dach des Ständehauses wird geflickt

Düsseldorf. Eine Spezialfirma arbeitet daran, das Glasdach des Ständehauses abzudichten. Denn durch die Fugen zwischen Glasscheiben und Stahlträgern tropft bei nassem Wetter Wasser in den Innenraum.

Das hatte am Montag beim Ständehaus-Treff für Gesprächsstoff gesorgt: Der aus Berlin angereiste Grünen-Bundes-chef Cem Özdemir wurde auf der Bühne nass - und wunderte sich. "Es kommt immer mal wieder vor, dass es ins Gebäude tropft", sagt Kunstsammlungs-Sprecher Gerd Korinthenberg. Die wertvollen Werke in dem Gebäude, das als K21 einer der Standorte der Kunstsammlung NRW ist, seien aber nicht gefährdet.

Nun soll in den kommenden Wochen die Ursache beseitigt werden. Wie lange das dauert, ist unklar, denn die Arbeiter können nicht bei Gewitter und nicht bei Hitze auf das Dach - und haben deshalb in den vergangenen Tagen einige Zwangspausen einlegen müssen. Das Ständehaus war bis 1988 der Sitz des Landtags. Vor dem Einzug der Kunstsammlung wurde Ende der 1990er Jahre die spektakuläre Kuppel gebaut. Sie besteht aus 1999 dreieckigen Glasscheiben. Die Sanierung läuft bereits seit der vergangenen Woche und schlägt mit einigen hunderttausend Euro zu Buche.

Ebenfalls saniert werden muss die begehbare Installation unter der Glaskuppel, die sich zu einer Attraktion des Museums entwickelt hat. Nur noch bis Donnerstag lässt sich das Werk mit dem Titel "In Orbit" des Künstlers Tómas Saraceno bestaunen, dann verschwindet es für eine ungewisse Zeit in der Werkstatt. Netze und Ballons sind verschlissen und müssen erneuert werden. Auch das wird mit einigen hunderttausend Euro veranschlagt. Direktorin Marion Ackermann hofft darauf, dass das Kunstwerk für das Museum gesichert wird. "Wir würden uns wünschen, dass es dauerhaft hier bleibt", sagt Sprecher Korinthenberg.

(arl)
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