| 20.56 Uhr

Japan-Tag in Düsseldorf
Das bunteste Gedränge des Jahres

So schön war das Feuerwerk in Düsseldorf
So schön war das Feuerwerk in Düsseldorf FOTO: Anne Orthen
Düsseldorf. Für Düsseldorfer ist es ein vertrautes Bild – und doch ist es jedes Mal ein ganz besonderer Tag für die Stadt: 650.000 Besucher feierten den Japan-Tag. Es war ein sehr gut besuchtes, fröhliches Fest.  Von Lisa Klose und Anne Orthen (Fotos)

Hunderttausende zumeist jugendliche Menschen, viele von ihnen mit aufwändigen Kostümen oder in Kimonos, pilgerten am Samstag an den Rhein – und viele machten einen Zwischenstopp im Japan-Viertel rund um die Immermannstraße. Der 16. Japan-Tag zog nach Angaben des Veranstalters 650.000 Besucher an. Die japanische Gemeinde, die mit ihren knapp 7000 Mitgliedern nach London und Paris die drittgrößte in Europa ist, zeigt mit dem Fest ihre Verbundenheit zur Stadt. Da die japanische Comic-Kunst im Trend liegt, hat sich das Fest auch zum Szene-Treffen entwickelt. Die wichtigsten Infos:

Japan-Tag in Düsseldorf: So verrückt sind die Kostüme
  • Das Fest

Auf der Hauptbühne am Burgplatz traten japanische Kindergärten und Schulen mit Musik, Gesang und Tanz auf. Im Vergleich zum Vorjahr war der Platz nicht überfüllt, so dass sich dort auch Familien gut aufhalten konnten. Entlang der Promenade brauchten die Besucher schon bessere Nerven. Um die Mittagszeit gab es teilweise kein Fortkommen - dafür waren viele aufwendige Kostüme und gut gelaunte Menschen zu sehen. Nur wenige Besucher hatten allerdings angesichts der drängelnden Massen die Muße, an einem der Stände und Zelte anzuhalten. Auf der Wiese vor dem Landtag war eine japanische Popkultur-Zone eingerichtet worden. Dort drehte sich alles um Manga-Merchandise und um das Zubehör für das Cosplay, also das fantasievolle Verkleiden als japanische Comic-Figuren.

Düsseldorf: Die schönsten Bilder vom Japan-Tag FOTO: Anne Orthen
  • Raumkonzept

Die Stadt wollte verhindern, dass es gefährlich eng wird. Das Gelände wurde um die Wiese an den Reuterkasernen erweitert. Dort ließen sich viele Cosplayer mit Zelten und Picknickdecken nieder - die Erweiterung erwies sich als gute Idee. Auch die Sicherheitsvorkehrungen wurden verschärft. So platzierte die Polizei Lkw-Sperren und Beton-Poller als Schutz gegen Terrorattacken. Das Fest blieb friedlich, die Stimmung ausgelassen. Ein Problempunkt ist aber nach wie vor die An- und Abreise: Schon mittags war die Lage am Hauptbahnhof angespannt, besonders die Regionallinien waren überlastet. Viele Züge waren so voll, dass die Türen nicht mehr schlossen, es kam zu Verspätungen und Umleitungen. Besucher beklagten, dass die Bahn trotz der Ausnahmesituation davon absah, die ersten Klassen für alle zu öffnen. Die U-Bahnen, die Richtung Altstadt fuhren, waren ebenfalls überfüllt. Am frühen Abend traten viele Besucher, die eine weitere Heimreise hatten, die Rückfahrt an. Vereinzelt waren die Bahnsteige so voll, dass sich die Menschen schon auf den Treppen stauten, es kam zu Gedrängel.

  • Das Feuerwerk

Der Pyrotechniker Hideki Kubota war eigens aus Japan angereist. Die Inszenierung stand unter dem Motto "Super-Sportstadt". Am Himmel erstrahlten ab 23 Uhr zahlreiche farbenfrohe Ringe, die (mit etwas Fantasie) die Räder eines Fahrrads symbolisierten. Etwas leichter zu erkennen waren der große Fußball oder die Tischtennisschläger, die am Firmament aufleuchteten. Für das 25-minütige Spektakel wurden 1500 Feuerwerks- kugeln abgefeuert. Allein 440 von ihnen benötigte Kubota für den berühmten Goldregen zum Finale. Die Rheinufer, die Brücken und die Altstadt waren zu diesem Zeitpunkt dicht mit Zuschauern gefüllt.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Japan-Tag in Düsseldorf: Das bunteste Gedränge des Jahres


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.