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Düsseldorf
Das Duell Kober gegen Kober fällt aus

Düsseldorf: Das Duell Kober gegen Kober fällt aus
Neffe und Onkel: SG Trainer Andreas Kober (l.) und TSV-Urdenbach-Trainer Frank Kober FOTO: Anne Orthen
Düsseldorf. Sie hatten sich beide auf die Begegnung gefreut: Andreas Kober, Trainern bei der SG Benrath-Hassels, und Frank Kober, Trainer beim TSV Urdenbach. Für Neffe (Andreas) und Onkel (Stefan) wäre es das erste gemeinsame Aufeinandertreffen als Trainern auf dem Platz agierten - ein Familienduell. Von Birgit Wanninger

Am Donnerstagabend hatten beide Kobers zunächst einen gemeinsamen Fototermin für die Rheinische Post. Danach hatten beide Training anberaumt, und da passierte es: Zwei Akteure des TSV Urdenbach verletzen sich mit Muskelzerrung im Oberschenkel und Rückenproblemen. "Das Risiko war mir zu groß, zumal ich schon schwere Verletzungen im Team wie Wadenbeinbruch und Kreuzbandriss habe", sagt Frank Kober. Der Urdenbacher hätte nur noch mit neun Spieler auflaufen können, eventuell hätte er selber gespielt. "Gesundheit geht vor", fügt er hinzu. Und so hat er schweren Herzens beschlossen, das Spiel abzusagen.

Damit wird das von zahlreichen Fans erwartete Süd-Derby, das zusätzlich noch ein Duell zwischen Neffe und Onkel geworden wäre, mit drei Punkten und 2:0 Toren für die SG Benrath-Hassels gewertet. Die SG bleibt weiterhin Tabellenführer, ist aber mit der Situation nicht ganz zufrieden. "Wir hätten natürlich lieber auf dem Platz gewonnen", sagt Andreas Kober, der seit 13 Spieltagen, seit er das Team von René Merken übernommen hat, ungeschlagen ist (elf Siege, zwei Remis). Aber er hat Verständnis für die Entscheidung. SG-Vize Dieter Löhe hatte sich schon auf viele Zuschauer im Stadion Am Wald gefreut. "Wir haben ja nur noch zwei Lokalderbys seit der Zusammenlegung der Liga. Ein paar zusätzliche Einnahmen hätten uns gut getan." Außerdem käme die Mannschaft aus dem Spielrhythmus, bemängelt er. Nach dem Rückzug von Büderichs zweiter Mannschaft, hatte die SG schon vergangenen Sonntag spielfrei.

Andreas Kober wird mit seinem Team am Sonntag ab 11 Uhr trainieren und anschließend den nächsten Gegner beobachten: den FC Tannenhof. Denn nächste Woche muss die SG Benrath-Hassels nach Eller. Und auch diese Partie verfügt über eine gewisse Brisanz, trifft Andreas Kober doch dort auf seinen Vorgänger René Merken. Der hatte Ende Oktober den Verein "aus persönlichen Gründen" verlassen, um schon Anfang Dezember bei Tannenhof anzuheuern. Am Donnerstag, 30. März, kommt es dann zum Spitzenduell zwischen der SG und dem derzeitigen Zweiten Agon.

Frank Kober, der davon überzeugt ist, seine Urdenbacher hätten die SG geschlagen (wenn sie denn komplett gewesen wären), will es am Sonntag ruhig angehen. Es soll ein Familientag werden mit den Töchtern Lara (6) und Annalena (9).

Quelle: RP
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