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Kommentar
Das Entsetzen im Netz über die Gewalt der letzten Tage

Meinung | Düsseldorf. Die meistgestellte Frage dieser Tage: Was ist nur los in unserer Stadt? Verständlich, dass die Düsseldorfer über die viele Gewalt der letzten Tage entsetzt sind. Weniger verständlich, wie manche im Netz darauf reagieren.

18 Straftaten gegen das Leben weist die Kriminalstatistik für das Jahr 2016 aus. Und allein seit Donnerstag sind schon zwölf registriert. Während die Häufung krimineller Phänomene wie Autodiebstahl oder Wohnungseinbruch aber auf Verbindungen hinweist, stehen die Verbrechen der letzten Tage in keinem Zusammenhang. Sie sind mehr oder weniger unerklärliche, individuelle und zufällig zeitgleiche Ausbrüche von Gewalt, sind menschliche Tragödien.

Es ist verständlich, dass jede einzelne der Taten die Menschen erschüttert, dass ihre Häufung uns entsetzt und dass natürlich darüber geredet wird. Entsetzlich ist aber auch, was vor allem in sogenannten sozialen Netzwerken diskutiert wird. Weit über dem Mitgefühl für die Familie einer toten 15-Jährigen steht da die Frage nach deren Herkunft und der des Täters, stehen Fantasmen über die Unterbringung psychisch Kranker und Beleidigungen der Polizei und der Justiz.

Was bitte ist nur los in unserer Stadt?

Quelle: RP
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