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Kommen Und Gehen
Das erste georgische Restaurant der Stadt

Düsseldorf. Das neue Lokal Pepella an der Auguststraße 30 in Pempelfort bietet ungewöhnliche Kost zu kleinen Preisen. Von Marc Ingel

Pempelfort Pepella heißt auf Deutsch Schmetterling, und ein solcher schmückt auch das Logo am Eingang des neuen georgischen Restaurants an der Augustastraße 30. Vor sechs Wochen haben Rati Tsakadze und Kakhaber Gabelaia das Geschäft übernommen, zuvor hatte sich dort die Solo-Bar ausgebreitet. Die gibt es immer noch, sie beschränkt sich jedoch inzwischen auf den hinteren Teil. Beide Räumlichkeiten sind nur durch eine Holzwand mit Durchgangsmöglichkeit getrennt, man teilt sich Toiletten und Terrasse, jeder hat seinen eigenen Eingang - und man kommt gut miteinander aus.

"Beide Konzepte ergänzen sich. Bei uns kann man gut essen und anschließend nebenan noch einen Cocktail trinken", sagt Tsakadze, wobei Gabelaia ergänzt: "Versacken funktioniert bei uns natürlich auch" - und er zeigt auf die Getränkekarte mit 20 verschiedenen georgischen Weinen, nicht zu vergessen die Spirituosen mit dem tückischen Weintraubenschnaps Chacha an der Spitze. Den sollte sich der Gast aber erst zu Gemüte führen, wenn er zuvor gespeist hat, und das kann man im Pepella ziemlich gut - und zwar zu erstaunlich niedrigen Preisen. Allein das in Weißwein gegarte Kalbfleisch mit Estragon und Frühlingskräutern übersteigt die Zehn-Euro-Grenze. Ein Schweinebraten mit Bratkartoffeln zum Beispiel kostet nur acht Euro. Typischer für die georgische Küche dürften jedoch das Brotschiff gefüllt mit Käse und einem Spiegelei (8,50 Euro) oder die pikanten, mit Hackfleisch gefüllten Teigtaschen (neun Euro) sein. Walnuss und Koriander sind die dominierenden Gewürze, insgesamt ist die Küche ziemlich deftig, wobei auch Vegetarier und Veganer auf ihre Kosten kommen.

Tsakadze und Gabelaia kennen sich aus Tiflis, "ich bin jedoch vier Jahre jünger, damals hatten wir nicht so viel miteinander zu tun", erklärt Gabelaia. In Düsseldorf liefen sie sich zufällig wieder über den Weg, Tsakadze war Student, Gabelaia arbeitete im Salon des Amateurs an der Kunsthalle, der Altersunterschied war nicht mehr von Bedeutung, und die Idee für ein georgisches Restaurant nahm Gestalt an. "Klassische georgische Gerichte mit einem zeitgemäßen Konzept", konkretisiert Tsakadze das Vorhaben, das die beiden Georgier dann auch zielstrebig umgesetzt haben.

Viele Studenten kommen ins Pepella, auch Georgier von weiter her, denn so etwas wie das Pepella, das gab es bisher noch nicht in der Region. Und darauf sind die beiden Betreiber schon ein wenig stolz.

Kontakt: 0176 20825937; augustapepella@gmail.com, pepella-duesseldorf.de; Öffnungszeiten: Di-Sa 12-24 Uhr, So 12-22 Uhr, Küche bis 22 Uhr, Mo geschlossen

Quelle: RP
 
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