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Düsseldorf
Das ist wichtig bei der Grundschul-Anmeldung

Düsseldorf: Das ist wichtig bei der Grundschul-Anmeldung
Julian, Ben und Sayid (v. l.) werden im Offenen Ganztag der KGS Fleher Straße von Javier Olivaris betreut. 175 der 261 Schüler werden dort betreut. Die Plätze sind begehrt. Stadtweit stehen etwa 700 Kinder auf Wartelisten. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Kommende Woche müssen Eltern angehende i-Dötze anmelden. Ein großes Thema ist die Frage nach dem Offenen Ganztagsplatz. Von Jörg Janssen

Muss man für einen der Anmeldetage (s. Info) einen genauen Termin vereinbaren? Nein. Zwingend erforderlich ist das laut städtischem Schulverwaltungsamt nicht. Viele Schulen bieten das aber an. Der Vorteil: Durch einen konkreten Termin an einem der drei Tage lassen sich Wartezeiten vermeiden.

Was müssen Eltern am Anmeldetag mitbringen? In jedem Fall das künftige i-Dötzchen. Darüber hinaus das rosafarbene Anmeldeformular, das alle Erziehungsberechtigten erhalten haben, und die Geburtsurkunde des Kindes.

Was passiert, wenn das Formular verloren wurde oder das Kind noch nicht schulpflichtig ist? Bei Kann-Kindern, also beispielsweise im Oktober 2012 geborenen Jungen und Mädchen, die trotzdem schon im August nächsten Jahres eingeschult werden sollen, reicht die Geburtsurkunde. Das Gleiche gilt bei Verlust des Formulars.

Konfession oder Entfernung - welches Kriterium entscheidet über die Aufnahme an eine konfessionell ausgerichtete Schule? "Inzwischen ist das wieder die Konfession", sagt Dagmar Wandt. Praktisch bedeutet das: Ein getauftes Kind, das nach dem Willen der Eltern an einer Katholischen beziehungsweise Evangelischen Grundschule (KGS/EGS) angemeldet werden soll, und weiter weg wohnt als ein Kind mit keiner oder einer anderen Religion/Konfession, darf bevorzugt werden. Für kurze Zeit hatten Land und Bezirksregierung das genau andersherum geregelt. So hatten ungetaufte Kinder im Zweifel auch an einer KGS Vorrang, weil sie 300 Meter näher an eben dieser KGS wohnten. Das zwei Straßen weiter weg lebende katholische Kind konnte dagegen bei Anmeldeüberhängen abgelehnt und an die nächstgelegene Grundschule verwiesen werden - im Zweifel auch an eine nicht konfessionell geprägte Gemeinschaftsgrundschule (GGS). Diese nun wieder geänderte Regelung hatte für Irritationen bei Eltern und Lehrern gesorgt.

Gibt es einen Anspruch auf einen Platz im Offenen Ganztag? Nein. Die Zahl der Plätze reicht in Düsseldorf nicht für alle Eltern, die daran Interesse haben.

Wann erfahren die Eltern, ob sie einen solchen Platz haben? Das ist unterschiedlich und sorgt bei einigen Eltern für Unmut. "Die Zusage für die Schule selbst kommt voraussichtlich im Februar, ob es mit der OGS geklappt hat, sollen wir erst Richtung Ostern erfahren. Aber was machen wir, wenn wir Wochen nach der Schulzusage eine Absage für die OGS erhalten und dann auch nicht mehr auf den Zweitwunsch ausweichen können", fragt Michael Schmidt*. "Viele Eltern hätten am liebsten eine Art Garantie, aber genau die können wir bei der Anmeldung nicht aussprechen. Die Frage hängt einfach an zu vielen Faktoren, die sich erst im Anschluss an die Anmeldung klären lassen", sagt Margret Grubert, stellvertretende Leiterin der KGS Fleher Straße.

Was sagt die Stadt dazu? Schulverwaltungsamtsleiterin Wandt weist darauf hin, dass bereits bestehende OGS-Plätze sehr wohl parallel zur laufenden Schulanmeldung besetzt werden können. Eltern, die einen dieser Plätze erhalten, erführen dann zeitgleich, ob es mit der Schulanmeldung und dem OGS-Platz geklappt hat. "Wir werden die Schulleiter noch einmal dahingehend sensibilisieren", sagt sie.

Wer legt die Kriterien bei der Vergabe der OGS-Plätze fest? In Düsseldorf formulieren die mit Lehrern und Eltern besetzten Schulkonferenzen die Kriterien und deren Gewichtung. Gute Aussichten haben berufstätige Alleinerziehende, Paare, bei denen Mann und Frau Vollzeit arbeiten, und Eltern, die bereits ein Kind an der Grundschule haben.

Wie geht es bei einer Absage für die OGS weiter? Man wird an eine andere Schule im Stadtgebiet vermittelt, die noch Ganztagsplätze frei hat. Ein solches Angebot kann in Garath liegen, obwohl man in Flehe wohnt. Oder man kommt auf eine Warteliste. Aktuell stehen etwa 700 Kinder in Düsseldorf auf solchen Listen.

* Name geändert

Quelle: RP
 
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