| 14.01 Uhr
Lächelndes D für Düsseldorf
Das sagen RP-Leser zum neuen Logo
Das sagen unsere User zur neuen Düsseldorf-Marke
Das sagen unsere User zur neuen Düsseldorf-Marke FOTO: BBDO
Düsseldorf. Das lächelnde D polarisiert die Leser der Rheinischen Post. Während viele Düsseldorfer das Logo verspotten, loben andere dessen Schlichtheit. Von Thorsten Breitkopf

Das Echo auf das "lächelnde D", die mögliche künftige Dachmarke der Stadt Düsseldorf, ist riesengroß. Am Mittwoch erreichten uns hunderte Leserzuschriften. Auch auf RP Online kommentierten viele User das neue Logo.

Dabei ist das Urteil der Kommentatoren geteilt. Ein Teil der der Leser lehnt das Logo ab und reagiert oft mit Spott auf den Entwurf der Werbeagentur BBDO, der eine Kombination von Doppelpunkt und rotem D vorsieht und ein lachendes Gesicht darstellen soll. Außerdem hat Düsseldorf das Logo nicht exklusiv, auch einige andere werben damit.

"Dämlich, dumm, dusselig, trotzdem bleiben wir Düsseldorfer", schreibt etwa Hans Euler. "Das ,neue Wahrzeichen? ist nicht nur ein Armutszeugnis für Düsseldorf, sondern besonders für die Werbeagentur BBDO", mailte Rolf H. Pfeiffer aus Oberkassel an die Redaktion.

"Beziehung zu Düsseldorf fehlt"

RP-Leser Hans Hemmerden meint: "Im jetzigen Entwurf fehlt jegliche direkte Beziehung zu Düsseldorf." Sein Vorschlag: Ein Zeichen von Löwe, Schlossturm, Lambertus oder Düsseldorf am Rhein mit zu integrieren, wäre angebracht gewesen.

Annette Kaiser berichtet von der Rückmeldung ihrer 18-jährigen Tochter: Ohne den Zusatz "Düsseldorf" auf Taschen und anderen Artikeln weiß aber der Nicht-Düsseldorfer nicht, dass Düsseldorf gemeint ist. Sie sehe das genauso und schlägt vor, die Marke "D-Dorf" statt des Zeichens :D zu verwenden.

Rheinische-Post-Leser Jürgen Wilbert schreibt: "Mich spricht das neue Logo nicht an, es bringt aufgrund seiner internettechnisch reduzierten Ausführung gerade das Emotionale nicht zum Ausdruck." Mal sei es ein "albernes Clownsgesicht", mal ein Henkel auf Rollen. Es lässt in jedem Fall die Marketingstrategen strahlen und die breite Bürgerschaft kalt."

Wolfgang Miericke meint zum neuen Dachmarken-Logo: "Wie man für so ein Meisterwerk 150 000 Euro rauswerfen kann, ist mir ein Rätsel. Ein Doppelpunkt mit einem D dahinter, wenn das keine herausragende Designerleistung ist."

Prinzipiell wohlwollender, aber was den Preis anbetrifft mit ähnlicher Argumentation schreibt Lars Murach: "Grundsätzlich mag ich den neuen Markenauftritt der Stadt Düsseldorf. Allerdings finde ich 150 000 Euro für eine Idee, die es in Dänemark schon einmal gab, recht hoch."

Katja Werheid aus Remscheid macht auf die möglichen Vorbilder des neuen Logos aufmerksam: "Das lächelnde D für 150 000 Euro hat bei mir ein lautes Lachen ausgelöst. Habe ich mir doch aus meinem Kroatien-Urlaub ein T-Shirt und eine Tasche mit selbigem Logo mitgebracht, welches allerdings dort für Dubrovnik steht!"

Peter Dietlmaier kritisiert weniger das Logo, sondern den ganzen Dachmarkenprozess: "Anstatt mit der Definition dessen zu beginnen, was Düsseldorf ausmacht, wo Düsseldorf hin möchte, hat man den einfachsten Weg gewählt - die ausschließliche Fokussierung auf die Visualisierung." Das lachende D sei eine schöne Idee, aber eine verschenkte Chance.

"Starkes Logo"

Doch es gibt auch positive Stimmen zum lachenden D, und auch das sind nicht wenige. "Starkes Logo, vielfältig zu adaptieren, eindeutig in der Aussage", meint Peter Gelderblom, selbst in der Werbebranche tätig. Natürlich gebe es immer "Besserwisser und Meckerer".

"In dem neuen Logo erkenne ich zum einen das D für Düsseldorf, der Doppelpunkt signalisiert das Lächeln und mit ein wenig Fantasie entdecke ich ein liegendes Ü für Düsseldorf! In meinen Augen hat BBDO etwas sehr Geniales kreiert", lobt Heide Lorenz.

"Für eine Stadt, deren Image eine Mischung aus schicki und micki ist, kann es nur positiv sein. :D ist sympathisch einfach und darum einfach sympathisch", schreibt Rainer Maass.

Karl Ebel findet das Logo "positiv, freundlich, weltoffen, lebenswert, rheinisch, heimisch". Das neue Logo gefalle ihm sehr gut: klar, rot-weiß und vielfach einsetzbar, meint Manuel Mataré.

 

Quelle: top
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung.
Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.


Melden Sie diesen Kommentar