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Düsseldorf
Das sind die Pläne für den Hafen Reisholz

Düsseldorf: Das sind die Pläne für den Hafen Reisholz
Foto: Göttert FOTO: Christoph Goettert
Düsseldorf. Lange hat die Bürgerinitiative "Hafenalarm" auf die Offenlage des Verkehrsgutachtens für einen ausgebauten Reisholzer Hafen mit einem - heute noch nicht vorhandenen - Containerterminal gewartet. Am Dienstag hat die Gesellschaft "Neuss Düsseldorfer Häfen" (NDH) die Kurzfassung vorgestellt. Von Andrea Röhrig

Die wichtigste Botschaft: Es gibt aus der Sicht von NDH-Geschäftsführer Rainer Schäfer, kein Kriterium, das gegen einen Ausbau spräche. "Wir brauchen für eine Umsetzung dieses Projektes keine neue Erschließungsstraße." Zum einen seien die relevanten Knotenpunkte rund um den Hafen leistungsfähig genug; zum anderen würden sich durch einen Ausbau Lkw-Verkehre in einem etwas weiter gefassten Bereich um das Areal sogar reduzieren, weil dann künftig mehr Waren per Schiff und Schiene transportiert werden könnten. Und das gilt für jede der zwei möglichen Ausbaustufen. Das ist eine Neuigkeit, die gestern eher nebenbei berichtet wurde.

Bei dem vorgestellten Minimalausbau entstünde ein neues Containerterminal mit zwei Kränen und einem Umschlagsvolumen von 160.000 Containern pro Jahr. Dafür würde das jetzige bereits vorhandene Eisenbahngleis genutzt werden können. Bei einem Maximalausbau verdoppelt sich die Größe des Terminals samt Gütermenge auf dann 320.000 Container pro Jahr. Erst in dieser Ausbaustufe bekäme der Reisholzer Hafen neben zwei weiteren Kränen auch eventuell noch ein eigenes Bahnterminal. Wovon allerdings abhängt, ob beide Ausbaustufen kommen und in welchem zeitlichen Rahmen sich das bewegen könnte, dazu konnte Schäfer keine Angaben machen, wie auch nicht für eine mögliche Investitionssumme. Er unterstrich auch gestern wieder, dass der Hafenausbau sich nach dem lokalen Bedarf richten soll. Wobei für ihn das Bergische Land dazu zählt, nicht aber die Köln-Leverkusener Region.

Zur Anlegestelle sollen die Lastwagen wie bereits heute über die Reisholzer Werftstraße sowie die Straße Am Trippelsberg fahren. Eine eigene Anbindung an die Münchener Straße ist laut Gutachten nicht sinnvoll.

Auch die Befürchtung, dass querende Güterzuge minutenlang den Straßenverkehr blockierten, konnte Rainer Schäfer zerstreuen. Da nur Güterzüge mit einer Länge von maximal 400 Metern eingesetzt würden, würde eine Straßenquerung etwa drei Minuten dauern.

Noch vor den Sommerferien soll es innerhalb der frühzeitigen Bürgerbeteiligung einen Info-Abend zum Thema geben. Darüber soll die Politik im Laufe des Junis entscheiden. 

Quelle: RP
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