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Kolumne Auf Ein Wort
Das Versprechen wird eingelöst

Düsseldorf. Versprechen oder Versprecher? "Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen! Was man verspricht, muss man auch halten!" Wir wissen, wie es sich anfühlt, wenn wir leichtfertig ein Versprechen machen und unser Versprechen zum Versprecher wird. Wenn andere uns gegenüber ihre Zusagen nicht einlösen, reicht unsere Reaktion je nach Bedeutung des Versprechens von milder Enttäuschung bis zum Empfinden tiefen Verrats. Unser Leben und die Weltgeschichte sind erfüllt mit leeren Zusagen.

Doch es gibt ein Versprechen, das nie gebrochen wurde! In wenigen Wochen feiern wir ein Ereignis, das in den frühen Morgenstunden der Menschheit angekündigt wurde! Nie gab es ein Versprechen, das so groß, vielseitig und komplex war. Es bringt die Wende im Bericht der Urgeschichte: Auf den Beziehungsbruch im Garten Eden folgt die Garantie, dass die Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch wiederhergestellt wird. Dieses Versprechen ist ein Kind, das geboren werden soll:

Der Nachkomme Evas wird es richten! (Genesis 3,16). Die Kirchenväter und Martin Luther verstanden das als Hinweis auf Jesus, den Messias! Die Geschichte dieses Versprechens ist umkämpft. Der jüdische Stammbaum Jesu liest sich wie ein Krimi über den fortgesetzten Versuch, die Abstammungslinie zwischen Eva und ihrem besonderen Nachkommen zu zerstören. Doch das Töten der Erstgeburt in Ägypten, der geplante Genozid an den Juden im babylonischen Exil, der Kindermord von Bethlehem - dies alles bleibt erfolglos. Das Versprechen wird eingelöst! Im Neuen Testament lesen wir von der Geburt des angekündigten Retters. Ein Versprechen ist so gut wie die Person, die es macht. Das macht uns Mut: Gott erfüllt sein Wort gegen alle Widerstände. Der Gott der Heilsgeschichte ist Herr des Weltgeschehens, auch in wirren Zeiten. Die Weihnachtsbotschaft ist kein Versprecher! Sie ist die Einladung an Menschen, gleich welcher Herkunft, in lebendiger Beziehung zum Gott der Bibel zu leben. Er ist die Liebe in Person, ein vollkommener Vater und immer nur ein kurzes Gebet weit entfernt: Komm in mein Leben, Herr Jesus.

Quelle: RP
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