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Denkmalschützer für Erhalt von Gaslaternen

Diskussion: Denkmalschützer für Erhalt von Gaslaternen
Die Gaslaternen in Düsseldorf sorgen immer wieder für Streit. FOTO: Werner Gabriel
Düsseldorf. In der Diskussion um den Fortbestand der Gaslaternen haben die Befürworter Unterstützung vom Rheinischen Amt für Denkmalpflege erhalten. Düsseldorf habe mit diesem einzigartig umfangreichen Bestand die Chance, diesen Zustand "fertig" erhalten und überliefert zu haben.

Dies sollte im Sinne "einer Sicherung des auf Besonderheiten basierenden Images der Stadt genutzt werden", heißt es in einem Schreiben, das der RP vorliegt. Mit 17.000 Gaslaternen rangiere Düsseldorf hinter der wesentlich größeren Stadt Berlin (44 000 Gasbeleuchtungskörper) an zweiter Stelle. Auch im internationalen Vergleich nehme sie eine Spitzenstellung ein. Die Erhaltung dieses Zustandes stelle eine denkmalpflegerisch wertvolle Zielsetzung dar.

OB Dirk Elbers (CDU) hatte unlängst deutlich gemacht, dass auf lange Sicht kein Weg daran vorbei gehe, den Betrieb der Laternen von Gas auf Strom umzustellen. Schon in den kommenden fünf Jahren würden knapp 1400 von insgesamt 17.000 Gaslaternen ausgetauscht und auf Strom umgestellt – zuvorderst in Gewerbegebieten und an Hauptverkehrsstraßen. Für die Altstadt, in Stadtteil-Zentren und in Wohnvierteln mit Denkmalbestand sollen die zuständigen Bezirksvertretungen entscheiden, ob defekte Gas- gegen LCD-Laternen ausgetauscht werden.

Der Landeskonservator in Pulheim warnt vor diesem Schritt und führt Prag als Beispiel an. Dort würden an bestimmten Stellen im Stadtgebiet wieder Gaslaternen aufgebaut. Die Düsseldorfer Initiative Pro Gaslicht meint, der CO2-Ausstoß sei gemessen an der Gesamtmenge in der Stadt gering, eine Umstellung zudem unverhältnismäßig teuer. Pro Laterne sind nach RP-Informationen mindestens 8000 Euro fällig. Die komplette Umrüstung würde 136 Millionen Euro kosten.

Quelle: RP
 
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