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Freizeit-Tipp
Der Blick über den Gartenzaun

Freizeit-Tipp: Der Blick über den Gartenzaun
Ulrich Hassenpflug mit seinem Riesenkübeln für Salatpflanzen. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Beim Tag der "Offenen Gartenpforte" laden Gartenbesitzer andere Pflanzenfreunde zu einer Besichtigung ein. Neben dem Austausch gibt es teilweise noch Begleitprogramme.

Am kommenden Wochenende können Interessierte erneut durch die "Offene Gartenpforte" treten und Privatgärten besichtigen. Acht Düsseldorfer Gartenbesitzer beteiligen sich an der Aktion. Ob ländlicher Bauerngarten oder grüne Stadt-Oase, weitläufiger Privatpark oder kleiner Reihenhausgarten - zu sehen ist, wie vielfältig und ideenreich die private Gartenkultur in Düsseldorf ist.

Was Nachbarn gemeinsam bewegen können, lässt sich in der Anlage von "Düsselgrün" bewundern. Dort haben die Hobbygärtner in nur wenigen Monaten auf einer mit Brombeeren zugewucherten Brachfläche in Oberbilk einen Gemeinschaftsgarten geschaffen, der als nachbarschaftlicher Treffpunkt dient. Dort gibt es unter anderem selbst gebaute Hoch- und Hügelbeete, eine Bienenweide und viel Obst und Gemüse. Zweimal pro Woche wird gemeinsam gegärtnert, gepflanzt und geerntet sowie neue Projekte abgestimmt.

Der Garten von Dorothea und Gerhard Eichhorn ist so angelegt, dass er den ganzen Sommer über einem Blütenmeer gleicht. In dem 300 Quadratmeter großen Reihenhausgarten gibt es zudem drei Gartenteiche mit einem kleinen Wasserfall und Relikten aus der Welt der Eisenbahn wie eine Schranke und Bahnschilder zu sehen.

Eine grüne Oase haben sich Nachbarn in Golzheim geschaffen. Bereits vor 20 Jahren haben sie ein Stück des alten Messeparkplatzes gepachtet, entsiegelt und nun blühen auf 1100 Quadratmetern viele Blumen und wachsen verschiedene Kräuter. Jedes Mitglied der Gärtnergemeinschaft hat die Möglichkeit, seine Parzelle nach eigenen Vorstellungen individuell zu gestalten, so dass dort unterschiedliche Gartentypen angeschaut werden können.

Natur trifft auf Kunst im Garten von Brigitte und Reinhard Görs. In dem romantischen Stadtgarten mit baumhohen Rebstöcken, Feigen, Obstbäumen, mannshohen Hortensien und blütenreichen Stauden finden die Besucher auch holographische Kunstwerke.

Imkerei zum Anfassen gibt es in der 600 Quadratmeter großen Anlage des Imkervereins Apidea mellifica am Südfriedhof. Die Gäste können dort den Imkern bei der Arbeit am Bienenvolk zuschauen, sich ein Bild von der Entstehung des flüssigen Goldes machen und den Honig kosten. Zu bestaunen gibt es auch noch die Blütenpracht einer Bienenweide. Zudem gibt es Tipps zur bienenfreundlichen Gestaltung des eigenen Gartens.

In Wersten lädt Sabine Niehaus in ihrem Bauerngarten mit 25 verschiedenen englischen Duftrosen ein. Besichtigt werden kann zudem noch ein Teich, Blühstauden, Kletterpflanzen und verschiedene Obstbäume. Als eine gepflegte Wildnis bezeichnen Elke Richter und Ulrich Hassenpflug ihr riesiges Idyll mit Rosen, Stauden, Gräsern und Gehölzen. Das Gelände in Eller ist gleichzeitig ein kleiner Skulpturenpark, in dem sich zahlreiche bewegliche Metallplastiken des Künstlers Hassenpflug im Wind drehen. Ulla Hönsch aus Mörsenbroich hat ihren 350 Quadratmeter großen Garten als Bibelgarten konzipiert. Sie sammelt dafür Pflanzen, die in der Bibel erwähnt werden oder die in der biblischen Welt vorkommen. Über 60 solcher Gewächse hat sie mittlerweile gepflanzt und mit ausführlichen Informationstafeln versehen. Für weitere Fragen stehen den Besuchern der Offenen Gartenpforte zudem noch 20 Helfer bereit. Für ihre Gäste hat Hönsch auch noch Minztee und Feigenkuchen vorbereitet, also biblische Speisen und Getränke. Für Unterhaltung sorgen zudem Mitglieder der Düssel-Akkordeons. Julia Brabeck

Quelle: RP
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