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Düsseldorf
Der nächste Debütant beim WDR

Düsseldorf: Der nächste Debütant beim WDR
Thorsten Schorn (l.), Barbara Oxenfort und Simon Beeck. FOTO: WDR/Annika Fußwinkel
Düsseldorf. Schon wieder feiert ein Moderator seine Karnevals-Premiere, außerdem kehrt der traurige Indianer vom Rosenmontag zurück. Von Arne Lieb

Vielleicht sollten die Düsseldorfer ihren Karnevalszug künftig immer dann ausrichten, wenn woanders die Session schon vorbei ist. Nicht nur, dass die Kölner Karnevalisten sich zum Mitfeiern angemeldet haben, weil sie keinen anderen Termin haben. Das WDR-Fernsehen muss am Sonntag auf die sonst übliche Konferenz-Schaltung mit Köln und Mainz verzichten, bei der Düsseldorf - zumindest aus Sicht der Düsseldorfer - stets deutlich zu kurz kommt. Alle Augen richten sich diesmal auf die Landeshauptstadt.

Thorsten Schorn erwartet sogar ein historisches Ereignis. "Das wird ein einzigartiger Zug, der in die Geschichte eingeht", sagt er mit Blick auf den besonderen Termin und die Besucher aus Köln. Auch für den 39-Jährigen ist es ein besonderer Auftritt: Er feiert seine Premiere als Zug-Moderator. Damit ist er schon der Zweite in diesem Jahr. Schorn ist eingesprungen für Sven Lorig, der am Rosenmontag seinen ersten Einsatz als Zug-Kommentator hatte - und überraschenderweise nicht über schöne Wagen und verrückte Kostüme, sondern die sturmbedingte Absage berichten musste. Beim Nachhol-Termin ist Lorig verhindert, dafür kommt nun der nächste Debütant zum Zug - gemeinsam mit der erfahrenen Karnevals-Expertin Barbara Oxenfort.

In 11 Stücken zum Rosensonntagsgefühl FOTO: Bretz

Die Stimme von Thorsten Schorn (gebürtiger Kölner!) kennt man, wenn man das WDR-Jugendradio 1Live verfolgt - oder als Zuschauer von "Shopping Queen" (VOX), wo er als Sprecher mitwirkt. Auch im Fernsehen ist er schon häufig im Einsatz gewesen, unter anderem als Außenreporter bei "Zimmer frei" oder kürzlich als Moderator des Lindenstraßen-Live-Specials.

Er hat sich vorgenommen, bei der Moderation nicht durch ausschweifende Exkurse über Vereine und Traditionen zu glänzen, sondern vor allem die Stimmung zu vermitteln. "Die Übertragung soll den Zuschauern das Gefühl geben, als wären sie live in Düsseldorf dabei", sagt Schorn. Die Rolle der Moderatoren will er dabei nicht überbewerten. Natürlich würde die Live-Übertragung auch nur mit den Kamerabildern toll funktionieren, meint er. "Aber der Kommentar ist quasi wie die rote Nase vom Clownskostüm."

Unterstützt wird Schorn vom 1Live-Kollegen Simon Beeck (36), der erneut als Außenreporter im Einsatz ist. Und der sein Indianer-Kostüm vom Rosenmontag recyceln will, obwohl er am Rosenmontag ein trauriger Indianer war. Beeck will Karnevalsstimmung einfangen und dafür mit einem "All-Access"-Pass von Wagen zu Wagen wandern und auch den einen oder anderen Tresen mitnehmen. "Ich werde überall dort sein, wo Kamelle sind", kündigt er an.

Fotos: Abgesagter Rosenmontagszug: Die Mottowagen FOTO: Ines Räpple

Und noch ein Unterschied: Anders als am Rosenmontag beginnt die Übertragung im WDR-Fernsehen bereits um 10.30 Uhr - also eine Stunde vor dem Zoch-Start - mit einem Vorprogramm, bei dem Thorsten Schorn die Zuschauer auf Karneval im März einstimmen will. Es gibt historische Bilder, außerdem Interviews mit einem Karnevalshistoriker, einem Theologen und mit Wagenbauer Jacques Tilly. Für alle Fälle steht übrigens auch ein Meteorologe bereit.

Quelle: RP
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