| 17.20 Uhr

Das "Überallfernsehen" in Düsseldorf
Der Rheinturm hat eine neue Spitze

Düsseldorf (dto). Der Düsseldorfer Rheinturm hat am Samstag eine neue Spitze bekommen und ist nun um gut sechs Meter auf 240,50 Meter gewachsen. Mit Hilfe eines Lastenhubschraubers wurde zunächst die alte Spitze entfernt und dann in mehreren Einzelteilen ein neuer, orange-weißer Aufsatz montiert. Wegen der spektakulären Montagearbeiten musste das Gelände rund um den Rheinturm aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Zahlreiche Schaulustige beobachteten das Spektakel von der Rheinwiese und hatten die Möglichkeit den Helikopter aus der Nähe zu betrachten. Von Vassilios Katsogridakis

Mit Hilfe eines Lastenhubschraubers (Typ "Kamov") wurde die neue Antenne (Gesamtgewicht: etwa zehn Tonnen) in mehreren Flügen auf den Rheinturm transportiert und dort angebracht. Auf die Frage, wie er sich auf die anstrengenden Flugmanöver über dem Rheinturm vorbereitet hat, antwortete der Pilot Rolf Thomann: "Mit einem Spaziergang durch die Altstadt und einem Besuch der längsten Theke der Welt." Dabei gibt der Schweizer etwas betrübt zu, dass Bier vor solchen Flügen tabu sei und er leider kein "Alt" probieren durfte.

"Das schwerste an der ganzen Aktion ist, dass es über dem Rheinturm keinen Orientierungspunkt gibt, an dem ich sehen kann, wo ich mich grade befinde", so Hubschrauber-Pilot Thomann, der per Funk durch Anweisungen eines Koordinators über der Rheinturm-Spitze gelenkt wurde. Sofern das Wetter mitspielt sollen die Montagearbeiten am Sonntag abgeschlossen werden.

Dank der neuen Antenne auf dem Rheinturm können die Zuschauer der Region Düsseldorf/Ruhrgebiet ab dem 8. November das so genannte digitale Antennenfernsehen empfangen. Mehr Programme in besserer Ton- und Bildqualität verspricht die neue Übertragungstechnik "Digital Video Broadcasting Terrestrial", kurz DVB-T: Bis zu 24 Programme sind es in Nordrhein-Westfalen. Da das digitale Antennenfernsehen auch mobil und portabel einsetzbar ist, zum Beispiel am Badesee oder im Schrebergarten, wird DVB-T auch "DasÜberallFernsehen" genannt.

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