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Düsseldorf
Fernsehpreis in Düsseldorf - aber nicht im Fernsehen

Fotos: Fernsehpreis: Annette Frier und Oliver Welke jubeln
Fotos: Fernsehpreis: Annette Frier und Oliver Welke jubeln FOTO: dpa, hk bsc
Düsseldorf. Der Deutsche Fernsehpreis kommt nach Düsseldorf. Die Verleihung in bis zu 25 Kategorien steigt am 13. Januar 2016 bei einem Branchentreffen in der Rheinterrasse. Kleiner Wermutstropfen: Dieses erste Branchentreffen des Jahres wird nicht im Fernsehen übertragen. Das hört sich widersinnig an und das ist es auch, hat aber mit der vielen Kritik zu tun, welche die Show in den letzten Jahren einstecken musste. Von Uwe-Jens Ruhnau

Seit 1999 fand die Preisverleihung in einem Gewerbegebiet in Köln-Ossendorf statt. Die Promis standen vor der Halle Schlange, umgeben von einem Zuchthaus mit Wachtürmen, einem Möbelhaus und einer Müllverwertung. Schick ist anders, aus finanziellen Gründen fiel die Show zumeist auch ein wenig piefig aus. Den größten Eklat lieferte Marcel Reich-Ranicki, als er lieber ohne die Trophäe nach Hause ging. Seine Worte damals: "Ich nehme diesen Preis nicht an! Ich habe nicht gewusst, was hier auf mich wartet!" Den Rest vom Renommee dürften Oliver Pocher und Cindy von Marzahn mit ihrer speziellen Moderation aufgebraucht haben. Die Stifter des Preises - Thomas Bellut (ZDF), Tom Buhrow (WDR), Frank Hoffmann (RTL) und Nicolas Paalzow (Sat.1) haben sich nun darauf verständigt, die Verleihung in diesem Jahr auszusetzen und mit einem neuen Konzept 2016 zu starten.

Düsseldorf, wo die erfolgreichste Fernsehshow "Wetten dass,...?" startete und auch ihr Ende eingeläutet wurde, ist nun Ort des Neubeginns. "Das Neujahrstreffen der Fernsehbranche soll ein Fest von Fernsehmachern für Fernsehmacher sein, ein herzliches Dankeschön für die Besten und Erfolgreichsten des Jahres", sagt Frank Hoffmann, Programmgeschäftsführer RTL, der für 2016 den Vorsitz der Stifter innehat.

Dass der Werbewert für die Stadt ohne eine TV-Übertragung merklich geringer ausfällt, dürfte im Rathaus bedauert werden. Aber immerhin steht man mal wieder auf der Agenda der Branche, die sonst Köln vorzieht. Sicher liegt es auch am Ambiente. Von der Rheinterrasse zur nächsten Müllverbrennung ist es ein gutes Stück.

Quelle: RP
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