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Düsseldorf
DGB-Chefin Sigrid Wolf fordert Empfangens-Kultur

Düsseldorf: DGB-Chefin Sigrid Wolf fordert Empfangens-Kultur
DGB-Vorsitzende Sigrid Wolf mit dem Chef der IG Metall Düsseldorf-Neuss, Nihat Öztürk, beim Hoffest des Gewerkschaftsbundes. FOTO: Anne Orthen
Düsseldorf. Zum dritten Mal lud der Düsseldorfer Verband des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zum Hoffest am Gewerkschaftshaus an der Friedrich-Ebert-Straße ein. In ihrer Begrüßungsrede forderte Düsseldorfs DGB-Vorsitzende Sigrid Wolf von Gewerkschaftern und Unternehmern gleichermaßen, eine Empfanges-Kultur zu schaffen, um Flüchtlinge in die deutsche Gesellschaft und nicht zuletzt in die Arbeitswelt zu integrieren. "Die Integration in unsere Gesellschaft über den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ist oft schwierig. Es gibt viele gute Beispiele, aber viel mehr Unternehmen müssen sich diesen Herausforderungen stellen", sagte Wolf vor Hunderten Gästen im Innenhof der Gewerkschaftszentrale.

Während andere europäische Staaten ihre Grenzen schlössen, nutze Deutschland zurzeit bestehende Formen der Integration und passe sie neu an. "1990 sind mehr Menschen zu uns gekommen als 2015 oder 2016. Ich bin sicher: Mit dem Ziel vor Augen wird es gelingen, die Chancen der Integration gut zu meistern. Wir dürfen uns nicht beirren lassen", sagte Wolf, und erntete viel Applaus vom Publikum aus allen Lagern.

Im Anschluss an den Auftritt des Kabarettisten Wolfgang Schmickler unterhielten sich Gewerkschafter und Gäste bis weit in die Nacht. Unter ihnen waren - wenig überraschend - vor allem Vertreter des linken Spektrums, etwa Bundestagsabgeordneter Andreas Rimkus, sein Referent Philipp Tacer, SPD-Fraktionsvorsitzender Markus Raub und die SPD-Politiker Walburga Benninghaus, Martin Volkenrath, Matthias Herz und Markus Weske. Außerdem IG-Metall-Chef Nihat Öztürk, Roland Schüßler (Arbeitsagentur), Ingo Zielonkowsky (Jobcenter) und Axel Pollheim (IN-Treff).

(tb)
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