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Düsseldorf
Diagnose Brustkrebs: Eine Welt brach zusammen

Düsseldorf. Ihr Arzt hatte lange den Knoten nicht ernst genommen. Als Pia Bollig dann doch die Diagnose Brustkrebs bekam, war nichts im Leben mehr wie zuvor. "Was wird aus meiner Tochter, aus meiner Arbeit? Meine Welt ist zusammengebrochen", erzählte die Krankenschwester gestern den 80 sichtlich bewegten Gästen beim achten Charity Ladies Lunch.

Eingeladen zum Empfang ins K 20 mit Lunch im Restaurant Klee's hatten Ruth Neri, Stiftung DKMS Life (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) und Marie-Eve Schröder (Schwarzkopf-Henkel). "Für Hanna war es das Schlimmste, dass ich meine Haare verloren habe", erinnert sich die alleinziehende Mutter. Gemeinsam haben sie Perücken ausgesucht. "Als ich dann bei einem der DKMS-Kosmetikseminare noch gelernt habe, die äußerlichen Merkmale der Krankheit mit Schminke zu verbergen, hat sich das so positiv auf meine Lebensfreude ausgewirkt, dass ich davon überzeugt war: Ich schaffe das." Inzwischen arbeitet die junge Mutter wieder, das dunkle Haar ist zur flotten Kurzhaar-Frisur gewachsen, und Hanna (11) findet: "Mama hat das gut gemeistert."

Auch der Ehrengast - Simone Bagel-Trah, Aufsichtsratsvorsitzende des Henkel-Konzerns - hat hautnah erlebt, was es bedeutet, wenn die eigene Mutter an Brustkrebs erkrankt. "Mit 58 Jahren ist sie daran gestorben, seitdem engagiere ich mich für die Krebshilfe." Weil die Hilfe zur Selbsthilfe auf Spenden angewiesen ist, appellierte Ruth Neri an alle Ladies (unter anderem Jana Ina Zafarella, Aleksandra Bechtel, Jasmin Schwiers, Gülcan Kamps, Siggi Spiegelburg, Karla Zerressen, Nicole Blome, Beate Düsterberg-Eissing), das DKMS-Programm mit 1300 Seminaren zu unterstützen. Zum Abschluss führte Hausherrin Marion Ackermann durch die Schau "Henkel - die Kunstsammlung".

(dh)
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