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Bauprojekt kommt voran
Die ersten neuen Bäume für Kö-Bogen II

Bauprojekt kommt voran: Die ersten neuen Bäume für Kö-Bogen II
Eine wunderbare Färbung hat das Laub der Rot-Ahorne an der Berliner Allee. Bis Jahresende wird der Geh- und Radweg komplett freigegeben. FOTO: Anne Orthen
Düsseldorf. Bei dem Großprojekt in der Innenstadt werden hunderte Bäume gepflanzt. Die ersten sechs stehen an der Berliner Allee, bis Jahresende sollen 80 Platanen für die geplante Allee und 14 Trompetenbäume am Martin-Luther-Platz folgen. Von Denisa Richters

Eigentlich stehen sie schon seit dem Frühjahr, doch erst jetzt fallen die sechs Bäume so richtig auf: Dunkelrot ist das Laub der fünf Rot-Ahorne an der Berliner Allee auf Höhe der Einmündung zur Immermannstraße, dazwischen das Grün eines Blauflockenbaums.

Zwischen all den Umleitungen und Baken waren sie untergegangen. Je mehr von den Baustellen verschwindet, desto klarer wird ihre Funktion als pflanzliche Solitäre. Die Bäume markieren den Randbereich des neuen Geh- und Radwegs, der in der Mitte der Berliner Allee, parallel zu den Gleisen der Straßenbahn, entstanden ist. Bis Jahresende soll dort die Baustelle komplett geräumt sein.

So könnte die Schadowstraße in Zukunft aussehen FOTO: Bruun & Möllers

Ende des Jahres die ersten Platanen

Die sechs Bäume bekommen reichlich Gesellschaft. 160 Platanen sieht der Siegerentwurf des Architekten-Teams Juan Pablo Molestina und Thomas Fenner im Oberflächen-Gestaltungswettbewerb für Kö-Bogen II vor, eine Art "rheinische Ramblas". Die beginnen am Gastro-Pavillon, für den hinter der Johanneskirche eine Baugrube ausgehoben wurde, und enden etwa auf Höhe des Dreischeibenhauses mit einem zweiten Pavillon. Die ersten 80 Platanen werden laut Lutz Schwarz vom Amt für Verkehrsmanagement Ende des Jahres gepflanzt, sofern es die Witterung erlaubt.

Auf dem Martin-Luther-Platz laufen zwischen der Blumenstraße und Peek & Cloppenburg seit Monaten die Pflasterarbeiten. Sie sollen bis spätestens Mitte November abgeschlossen sein. Die Fahrbahnfläche wird vom Fußgängerteil optisch leicht abgesetzt. In diesem Bereich werden 14 Trompetenbäume gepflanzt. Zwei weitere Bäume dieser Art sind auf dem Martin-Luther-Platz vor der Johanneskirche vorgesehen.

Der Platz zwischen Kirche und Justizministerium ist derzeit auch noch eine große Baustelle. Er wird wieder eine Rasenfläche bekommen und voraussichtlich Anfang 2017 fertig sein. Bereits deutlich früher, nämlich Ende November/ Anfang Dezember, werden die Bauarbeiten am Bürgersteig und der Fahrbahn vor dem Kirchenportal abgeschlossen sein.

Gastro-Pavillion und 1000 Plätze im Freien

Der gastronomische Pavillon auf der Rückseite der Johanneskirche soll 2017 fertig sein, dann wird auch auf der Fläche rundherum das Pflaster verlegt. Der Pavillon bietet 830 Gästen Platz, weitere gastronomische Angebote haben Vapiano, Bonalumi und ein Eiscafé. In den warmen Monaten gibt es dort rund 1000 Plätze unter freiem Himmel.

Auch gegenüber, an der Einmündung Immermann-/Klosterstraße, ist eine neue attraktive Aufenthaltsfläche entstanden mit mehr Platz für Außengastronomie. Dort sind die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen. Es gibt begrünte Flächen, Sitzbänke und Fahrradständer im modernen Design.

Außerdem wurde ein breiter Fuß- und Radweg neu angelegt. Da beide Bereiche zwar durch eine Abgrenzung im Boden getrennt, aber mit denselben hellgrauen Bodenplatten belegt sind, können sie - ebenso wie die Wege neben den Straßenbahngleisen an der Berliner Allee - nur schwer unterschieden werden. Fußgänger und Radfahrer kommen sich immer wieder in die Quere.

Zwar gibt es Piktogramme auf dem Radweg - sie sind aber ungewöhnlich klein und nur schwer zu erkennen. "Wir überlegen, ob wir nicht größere Piktogramme aufbringen", sagt Schwarz. Blaue Schilder seien keine Option, weil dort keine Radwege-Benutzungspflicht gelte.

Quelle: RP
 
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