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Kolumne Auf Ein Wort
Die Kirche im Dorf

Düsseldorf. Wir wollen doch mal die Kirche im Dorf lassen!" Diese Redewendung ist manchmal zu hören, wenn es bei einem Streit oder bei eskalierenden Situationen um Beruhigung und Einigung geht. Die Kirche im Dorf kann man in Benrath noch buchstäblich erleben.

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche St.Cäcilia steht mitten im Dorf, wie die Benrather ihren Ort zu nennen pflegen, direkt am tagsüber belebten Benrather Markt mit allen nötigen Einkaufsmöglichkeiten, in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof, zum Friedhof, zum Kindergarten u.s.w. Viele Menschen besuchen gerne die tagsüber offene Kirche, um hier ein wenig Ruhe, Einkehr und Besinnung zu finden.

Ein besonderer Anziehungspunkt in der Kirche ist die Seitenkapelle mit dem Gnadenbild der Schwarzen Muttergottes von Benrath, das der Düsseldorfer Herzog Philipp Wilhelm und seine Gemahlin Elisabeth Amalie 1677 stifteten. Hier verweilen tagtäglich Menschen, nicht nur Katholiken, sondern auch Menschen anderer Konfessionen oder Religionen, um ein wenig von der Hektik des Alltags abzuschalten und einige Momente der Ruhe oder des Gebetes zu finden. Viele zünden gerne ein Opferlicht an oder legen Blumen nieder. Als Pfarrer dieser "Kirche im Dorf" bin ich dankbar, dass Menschen hier die Nähe Gottes spüren dürfen, den Beistand der Gottesmutter Maria und das Gefühl ein wenig vom Himmel berührt zu sein.

THOMAS VOLLMER IST PFARRER IN DER GEMEINDE ST. CÄCILIA IN BENRATH

Quelle: RP
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