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Die Metro hat ihr Wort gebrochen

Düsseldorf. Dass ein Baum gefällt werden muss, ist an manchen Stellen unumgänglich, etwa wenn die Verkehrssicherheit gefährdet ist, ein Haus gebaut wird, oder in einem bewirtschafteten Wald. Die Bäume am Rheinufer aber sind Opfer falscher Planung.

Denn warum erlaubt die Stadt der Metro, ausgerechnet dort einen Werbe-Pavillon aufzubauen, wo Bäume stehen. Schlimmer noch: Bäume die erst vor wenigen Jahren nach dem Orkan Ela gepflanzt wurden. Dass die Bäume eine Spende von Bürgern waren, macht die Sache noch geschmackloser. Da hilft auch nicht, dass die Metro darauf verweist, nach Ela selbst neue Bäume gestiftet zu haben. Wieso legt man der Metro nicht nah, ihren Pavillon am Johannes-Rau-Platz aufzubauen. Dort ist Raum genug für das große Bauwerk, ohne dass ein einziger Baum weichen muss. Besonders betrüblich ist, dass die Metro ihr Wort gebrochen und gelogen hat. Noch am Donnerstag wurde von dem Konzern beteuert, die Bäume würden aus- und wieder eingepflanzt. Das geht im Sommer aber gar nicht, sagen Experten unisono. Den Verdacht, dass die Metro etwas vertuschen wollte, wird auch dadurch verstärkt, dass die Baumstümpfe gestern in Windeseile mit Rollrasen bedeckt wurden, als habe es die Bäume nie gegeben.

Quelle: RP
 
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