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Die Woche In Den Stadtteilen
Die Misere am Wehrhahn

Düsseldorf. Gut neun Jahre haben die Händler am Wehrhahn die Dauerbaustelle für die Wehrhahn-Linie ertragen und in vielen Fällen nur mit Mühe und Not überlebt. Seit Ende Februar pendeln sie inzwischen hin und her - die Bahnen der neuen U-Bahn-Linie. Doch die Bewegung in den Kassen der Geschäftsleute hat sich seitdem kaum verändert. Dass die geplante neue Fußgängerzone an der Jacobistraße enden soll, wird die Misere der Geschäftsleute, die gerade keine Fachgeschäfte betreiben und/oder keinen großen Namen haben, nicht mindern.

Der Wehrhahn ist gerade keine klassische Einkaufsstraße wie etwa die benachbarte Schadowstraße. Und er ist kein klassisches Stadtteil-Nahversorgungszentrum. Doch das muss nicht zwangsläufig eine Schwäche sein. Um daraus eine Stärke zu machen, muss man sich die Straße aber genauer ansehen und sie besser vermarkten.

Ideen, wie man etwas gegen die Misere tun könnte, gibt es in der Stadt zur Genüge. Die Händler rund um die Bilker Kirche in Unterbilk oder die Ackerstraße in Flingern laden regelmäßig zu Aktionen und Festen ein wie zum Beispiel "Flingern rollt den roten Teppich aus". Auch wenn viele Geschäfte am Wehrhahn vielleicht auf den ersten Blick nicht ganz so trendy, alternativ und künstlerisch daherkommen, kann man sich von den Händlern und Kreativen etwas abschauen: Sie vernetzen sich, um gemeinsam auf sich aufmerksam zu machen, haben sogar hübsch aufgemachte Karten herausgebracht, in denen die Geschäfte und Gastronomie-Läden vor Ort vorgestellt werden. So etwas würde auch helfen, das Angebot und damit die beeindruckende Vielfalt an (Fach-) Geschäften und Gastronomie-Läden am Wehrhahn bekannt zu machen, die für die vielen Mitarbeiter und Anwohner ringsherum mit Sicherheit interessant ist.

Und bei allem sollte man das besondere Potenzial am Wehrhahn nicht unterschätzen: Die Straße hat ihren ganz eigenen Charme, Besonderheiten und Raritäten zu bieten wie eine Werkstatt für die manuelle Herstellung von Lampenschirmen. Einige Hauseigentümer lassen seit Inbetriebnahme der U-Bahn-Linie endlich auch ihre Fassaden aufhübschen. Jetzt muss der Wehrhahn nur noch stärker für sich werben.

Quelle: RP
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