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Düsseldorf
Die mutigen Gäste der Rheinkirmes

Düsseldorf. Die Kirmes-Splitter mit einer chinesischen Delegation, die gerne Karussell fährt, einer Moderatorin mit blauen Flecken und einem Lamborghini-Fahrer, der die Straßenverkehrsordnung nicht kennt.

Im Reich der Mitte wird auch Kirmes gefeiert, die Chinesen haben Spaß an den Fahrgeschäften, führen darüber aber auch ähnliche Diskussionen wie wir. Das wurde am Samstagabend im Kirmesstudio von center.tv und RP deutlich. Im Vorfeld des China-Kongresses der Rheinischen Post im September hatten sich fast 100 Chinesen für den Besuch auf dem Kirmesturm angesagt, und genossen neben dem vielfältigen Austausch den Blick über die bunte Lichterstadt. Xiaoting Wang hat beispielsweise keine Scheu vor dem hohen Kettenkarussell, aber Überschlag-Fahrgeschäfte müssen es dann doch nicht sein. Das Leben in Düsseldorf gefällt der jungen Marketingexpertin, und dass die Wohnhäuser nicht so hoch sind und der Alltag nicht ganz so hektisch ist wie daheim, besonders. Fast 3500 Menschen zählt die chinesische Gemeinde Düsseldorf mittlerweile und sie schätzen die Lebensqualität am Rhein, das berichtete Xiwen Yan, Attaché des Generalkonsulats der Volksrepublik China in Düsseldorf, Tom Bender, dem Geschäftsführer Vermarktung der Rheinische Post Verlagsgesellschaft. Erstaunlich war, wie gut viele der Gäste deutsch sprachen. Tianyuan Zhuang etwa: Die junge Frau arbeitet bei den Anwälten von Hengeler Mueller, oder Yilan Zhu, der in China und Göttingen Jura studiert hat. Er gehört zur Kanzlei Noerr. Die Frankfurter Anwälte haben jetzt hier eine Niederlassung gegründet, weil Düsseldorf zum wichtigsten deutschen China-Standort avanciert ist. Das bestätigte auch Toni Cheng, Europa-Chef des LED-Spezialisten Sengled. Gesprächsstoff genug also.

HHH

Im Kirmesstudio wurde es am Samstagabend bei der Live-Sendung spannend: Es ging um die Frage, ob der Kirmesstudio-Schützenkönig, Michael Schnitzler, seinen Titel würde verteidigen können. Der Uerige-Baas hatte aber offensichtlich nicht genug Ziel-Alt getrunken, denn es gelang ihm nicht, Peter Kapfer (Schlösser) von Platz eins zu verdrängen. Diesen hatte er mit 125 Punkten am Premierentag der Kirmes erobert. Dieter Falk war mit Frau Angelika und Sohn Paul ins Studio gekommen. Ebenfalls zu Gast im Studio: der Comedian Lars Hohlfeld.

Er liebt die Schnelligkeit. Vox-Moderator Andreas Jancke steht aber nicht nur auf schnelle Autos, auch auf der Kirmes testet er am liebsten möglichst rasante Fahrgeschäfte. Mit center.tv-Moderatorin Claudia Monréal schlenderte er über die Kirmes und bescherte ihr durch seinen Kamikaze-Fahrstil auf dem Autoscooter den ein oder anderen blauen Fleck. Dabei hat der 38-Jährige, auch berichtet, dass er immer noch auf seine Rolle in "Verbotene Liebe" angesprochen wird.

HHH

Normalerweise kennt man sie rockend und feiernd auf den Bühnen Düsseldorfs - doch nun haben sich die Jungs von Porno al Forno überlegt, auch mal in sportlichen Disziplinen anzutreten, und sich für das Jedermann-Rennen zum Grand Départ 2017 angemeldet. Bevor es im September ernst wird, muss natürlich noch ordentlich trainiert werden. Und das taten Porno al Forno auf der Rheinkirmes, denn im Französischen Dorf kann man schon die erste Tour-Luft schnuppern. Mit Hilfe von virtuellen 360-Grad-Brillen können Besucher auf Räder steigen und Teile der Strecke abfahren. Während Teile der Band lieber noch weiter gefeiert hatten, schwangen sich Peer Plexxx und Fox auf die Räder - und kamen dabei ganz schön ins Schwitzen. Spaß gemacht hat es aber nach eigenen Aussagen auch. Wer selbst einmal in die Pedale treten will, kann das noch bis zum Ende der Kirmes im Französischen Dorf tun.

HHH

Dreist, dreister, Lamborghini-Fahrer. Auf der Suche nach einem Parkplatz hielt der schwarze Lamborghini mit Recklinghauser Kennzeichen am Wochenende direkt hinter der Ausfahrt Wildenbruchstraße am Kaiser-Wilhelm-Ring. Ein Mann stieg aus, verschob die transportable Sperre mit dem Durchfahrt-Verboten-Schild und fuhr dann verkehrt herum in die Einbahnstraße, wohl auf der Suche nach einem Parkplatz im Sperrgebiet. Allerdings war die Fahrt kurz: Der Lamborghini wendete vor den Augen eines Motorradpolizisten. Und dieser schrieb sich prompt das Autokennzeichen auf. Es gibt als doch noch ein bisschen Gerechtigkeit.

(ujr/blö/wa./lai)
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