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Düsseldorf
Die neue Baudezernentin stellt sich der Politik vor

Düsseldorf. Sie soll nach Helga Stulgies (Grüne, Umwelt) und Dorothée Schneider (SPD, Kämmerin) die dritte Frau in dem siebenköpfigen Kreis der Beigeordneten im Düsseldorfer Rathaus werden - und sie kann am Donnerstag bei ihrer Wahl im Stadtrat mit einer breiten Mehrheit rechnen: Von Denisa Richters

Cornelia Zuschke, die designierte Dezernentin für Bauen, Planen und Wohnen, hat sich jetzt in den Ratsfraktionen vorgestellt, nur drei Tage bevor sie für acht Jahre gewählt werden soll. Vorgespräche mit einzelnen Mitgliedern hatte es jedoch zuvor schon gegeben - offenbar konnte Zuschke überzeugen: Nach SPD, Grünen und FDP will mit der CDU auch die größte Oppositions-Fraktion geschlossen für sie stimmen.

Dabei hatte Zuschke keinen reibungslosen Einstand gehabt - zumindest hatte das Werben Düsseldorfs um die 54-jährige Architektin für einige Erschütterungen in Darmstadt gesorgt. Im dortigen Rathaus hatte Zuschke nämlich erst vor zwei Jahren als Baudezernentin angefangen - als Parteilose unter einem Oberbürgermeister der Grünen und schwarz-grüner Stadtregierung. Die Nachricht, dass sie in die NRW-Landeshauptstadt wechseln könnte (unsere Redaktion berichtete exklusiv), platzte Anfang des Jahres mitten in den hessischen Kommunalwahlkampf.

Es folgten wachsweiche Dementis von allen Seiten. Zuschke räumte ein, von Düsseldorfs Rathaus-Chef Thomas Geisel angefragt worden zu sein, betonte aber auch, nicht zugesagt zu haben. Es vergingen Wochen, Zuschke galt in Düsseldorf immer noch als gesetzt, in der südhessischen Stadt glaubte man fest, das Thema sei erledigt. Nun zeigen sich die Darmstädter Grünen enttäuscht, bescheinigen ihr aber immerhin, viele Dinge auf unkonventionelle Weise angepackt und bearbeitet sowie dabei breite Unterstützung erhalten zu haben. Die Düsseldorfer Grünen aber freuen sich.

Denn außer Frage steht Zuschkes fachliche Eignung, ihr Konzept in Darmstadt sah vor allem Antworten auf die Herausforderungen einer an Anwohnern wachsenden Stadt vor. Zeit, das wirklich umzusetzen, hatte die 54-Jährige nicht. Jetzt der Neuanfang in Düsseldorf. Wenn der Darmstädter Oberbürgermeister sie bis dahin gehen lässt, soll sie ihr Amt hier Anfang September antreten. Als Begründung für ihre Entscheidung gab Zuschke an, die Aufgabe in der NRW-Landeshauptstadt sei anspruchsvoll, hier gebe es sehr gute Rahmenbedingungen für Planen und Bauen. Das sei eine gute Chance auf Weiterentwicklung. Man darf gespannt sein.

Quelle: RP
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