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Ab Donnerstag in Düsseldorf
Die Rheinbahn verteilt Knöllchen an Falschparker

Ab Donnerstag in Düsseldorf: Die Rheinbahn verteilt Knöllchen an Falschparker
Wer mit seinem Auto die Bahnen blockiert, soll in Zukunft auch dann zahlen, wenn das Ordnungsamt gerade nicht da ist, um einen Strafzettel zu schreiben. FOTO: Endermann, Andreas
Düsseldorf. Der kurze Stopp in zweiter Reihe kann bald auch dann teuer werden, wenn das Ordnungsamt gerade nicht in der Nähe ist. Denn ab Donnerstag verteilt die Rheinbahn in Düsseldorf selbst die Knöllchen.

Wenn Autofahrer beim Eben-schnell-mal-Brötchen-holen nicht auf die Schienen achten, kann das die Bahn im schlimmsten Fall zum Stillstand zwingen. Aber auch, wenn der Bahnfahrer mit weniger als Schrittgeschwindigkeit gerade eben so noch am Auto vorbeikommt, verursacht das eine Verspätung, für die die Rheinbahn von ihren Fahrgästen kritisiert wird. Und das will das Unternehmen nicht mehr – wie bisher – tatenlos hinnehmen.

Bislang blieb das rücksichtslose Parken nämlich für die Autofahrer häufig folgenlos. Für die "kleinere" Behinderungen – wie etwa das Parken in der Haltestelle, durch das zum Beispiel eine Bahntür blockiert wird – hat die Rheinbahn auf den Aufwand, die Verkehrsüberwachung oder die Polizei hinzuzuziehen, verzichtet, um nicht noch zusätzliche Verspätungen einzufahren.

So sieht das Knöllchen aus, das die Rheinbahn ab Donnerstag verteilen wird. FOTO: Rheinbahn

Informationen gehen ans Ordnungsamt und die Rechtsabteilung der Rheinbahn

Künftig gibt's aber auch dafür mindestens ein Knöllchen vom Verkehrsdienst der Rheinbahn. Auf dem Zettel heißt es dann: "Sie haben so geparkt, dass unsere Fahrgäste behindert werden". Die Information geht nicht nur ans Ordnungsamt, von dem der Strafzettel per Post kommt. Sondern auch zur Rechtsabteilung der Rheinbahn, die sich Schadenersatzansprüche gegen die Falschparker vorbehält.

Wer mitten auf den Schienen parkt, wird aber auch in Zukunft abgeschleppt. 360 mal ist das im vergangenen Jahr passiert, in diesem Jahr sind schon 181 Fälle registriert worden. Die vielen Fälle, in denen der Falschparker sein Auto kurz vor dem Abschleppdienst erreicht und abgeholt hat, sind dabei nicht einmal mitgezählt.

(sg)
 
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