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Düsseldorf
Die Risiken von Open-Air-Festivals

Düsseldorf: Die Risiken von Open-Air-Festivals
Philipp Maiburg (rechts) im Gespräch mit einem der Besucher des Creative Mornings in der Garage Bilk. FOTO: End
Düsseldorf. Wer kennt sie nicht, die Bilder von verregneten Sommer-Open-Air-Festivals? Einer, der vom Wetter-Risiko ein Lied singen kann, ist Philipp Maiburg. Einst tanzte er mit seinem Projekt Phoneheads durch den internationalen Musikzirkus.

Heute ist der 44-Jährige Marketing-Direktor eines Mode-Labels, Dozent und eben Mitgründer und Leiter des Open Source Festivals.

Vor elf Jahren wollte er mit zwei Mitstreitern ein Festival etablieren, das Düsseldorfs pophistorischem Erbe gerecht wird. "Es sollte kein Bühnenprogramm von der Stange sein", erzählte Maiburg im Rahmen der Netzwerkreihe Creative Mornings, die am Sonntag unter dem Motto "Risk" stand.

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Und was der kreative Kopf in der Garage Bilk erzählte, glich in der Tat einer finanziellen Achterbahnfahrt: Bei der Premiere 2005 im Löricker Freibad hat's geschüttet wie aus Kübeln. Der Risiko-Gipfel wurde vor zwei Jahren erreicht, als dem Open Source Festival - inzwischen auf der Galopprennbahn zu Hause - im Vorfeld durch Sturm Ela und tagelangem Starkregen das Aus drohte.

Bei der Bilanz klaffte ein 80.000 Euro großes Loch in der Kasse. Die Stadt sprang ein, und 2015 konnten sich die Macher beim zehnten Geburtstag ihres Festivals erstmals über ein ausverkauftes Haus freuen. Auch für das Festival am 9. Juli auf dem Grafenberg ist noch nicht alles in Butter, Sponsoren seien abgesprungen.

Open Source Festival 2015 in Düsseldorf FOTO: Joshua Sammer/Tonight
(dh)
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