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Düsseldorf
Die Schuldenuhr bleibt hängen

Düsseldorf. Allerdings ist die Politik nicht einig, was sie überhaupt noch bedeutet.

Die Linke möchte die Schuldenuhr am Rathaus abnehmen. Düsseldorf sei nie schuldenfrei gewesen, zudem seien die kürzlich aufgenommenen Liquiditätskredite neue Schulden, so Linken-Fraktionschef Lutz Pfundner. "Die Besucher des Rathauses werden also mit einer Lüge begrüßt", meint er. Die Uhr zählt die Zeit, in der Düsseldorf angeblich schuldenfrei ist, immer wieder führt sie zu Debatten.

Mit ihrem Antrag scheiterte die Linke aber im Stadtrat - auch wenn die anderen Fraktionen der Ansicht nicht widersprachen, dass Düsseldorf de facto nicht schuldenfrei ist. Für Günter Karen-Jungen (Grüne) ist die Uhr aber ein "Symbol für ein Versprechen", das der Stadtrat vor drei Jahren gegeben habe, als er eine Schuldenbremse in der Satzung der Stadt verankerte "Wir haben das Ziel Schuldenfreiheit formuliert." Auch Manfred Neuenhaus (FDP) betonte die symbolische Bedeutung der Uhr. "Sie ist für die Stadt ein Zeichen wie die Krone von Jan Wellem", meint er. Grüne, FDP und auch die CDU-Fraktion lehnten den Antrag der Linken ab.

Die SPD-Fraktion hingegen enthielt sich. "Es ist erstaunlich, für was diese Uhr alles herhalten soll", sagte Markus Raub. "Das zeigt, dass die Uhr ihren Sinn nie gehabt hat." Den sehe man auch weiter nicht, meint der SPD-Fraktionschef. Folglich verlange man auch nicht, dass sie abgehängt wird. "Wir nehmen die Uhr nicht ernst, es ist uns völlig egal, ob sie da hängt."

(arl)
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