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Manfred Hill
"Die Singpause ist vor allem ein Bildungsprojekt"

Als Vorsitzender des Städtischen Musikvereins hat Manfred Hill die Singpause ins Leben gerufen. Im RP-Interview zieht er Bilanz.

Herr Hill, was war Ihre Motivation, als Sie vor zehn Jahren die Singpause initiiert haben?

Manfred Hill Der Grund für mich, die Singpause ins Leben zu rufen, war von Anfang an meine Sorge, dass die musikalische Bildung in der Schule irgendwann vollständig verloren geht. Der Lehrkanon zwingt Schulen immer öfter, den Musikunterricht zurückzufahren. Dabei fördert das Musizieren so vieles wie die Stimme, das Selbstbewusstsein und den Gemeinschaftssinn. Die Kinder der Singpause nehmen an einem Bildungsprojekt teil.

Mit Blick auf die vergangenen zehn Jahre: Haben Sie Ihr Ziel erreicht?

Hill Insgesamt haben wir inzwischen rund 100.000 Kinder in der Singpause gehabt, die das Projekt auch in die weiterführenden Schulen gebracht haben: Es gibt Gymnasien, die die Singpause weiterführen, und immer wieder neue Projekte zum Thema. Das ist ein Erfolg.

Sicher gab und gibt es aber auch Herausforderungen.

Hill Die größte Herausforderung war und ist noch immer die Mitfinanzierung des Projekts durch die Bürgerschaft über eine so lange Zeit hinweg. Es ist nicht leicht, Stiftungen und Förderer für zehn Jahre für so eine Sache zu gewinnen. Dass es bisher funktioniert hat, macht mich glücklich.

(lai)
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