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Die Stadtspitze drückt sich

Düsseldorf. uwe-jens.ruhnau

@rheinische-post.de

Man kann nicht sagen, dass sich FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Pippi Langstrumpf ähnlich sehen. Aber es gibt charakterliche Parallelen: Beide haben einen starken Willen und machen sich die Welt schon mal so, wie sie ihnen gefällt. Kredite von städtischen Töchtern sollte es nicht geben, um Investitionen im Kernhaushalt der Stadt zu ermöglichen. Das hat Strack-Zimmermann im Gespräch mit dieser Redaktion gesagt. Der Kanalbetrieb, der noch nicht mal rechtlich eigenständig ist, muss aber Zinsen finanzieren, um den Kaufpreis von 599 Millionen Euro aufbringen zu können. Somit müsste die FDP das Ampel-Bündnis mit SPD und Grünen aufkündigen. Die FDP ist so frei, sich dieser Konsequenz wortreich zu entziehen. Ebenso wenig konsequent agiert die Sparkommission. Auch hier verlangten die Liberalen voriges Jahr, dass die Ritter der Sparrunde 2017 gleich mit Entschlusskraft loslegen sollten. Offenbar wird in der Kommission jedoch, die bislang nur zwei Mal tagte, nur Schonkaffee getrunken, damit sich ja keiner aufregen muss. Politiker und Stadtspitze drücken sich - vor Sparmaßnahmen und der Wahrheit.

Quelle: RP
 
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