| 12.33 Uhr

Rheinbahn in Düsseldorf
Die Tops und Flops der Wehrhahn-Linie

Das ist die Kunst in der neuen Wehrhahn-Linie
Das ist die Kunst in der neuen Wehrhahn-Linie FOTO: dpa, skm sab
Düsseldorf. Die neuen Haltestellen mit Weltstadt-Flair haben die Düsseldorfer schon vor der Eröffnung begeistert, die neue Streckenführung hingegen hat nicht nur Fans, und die stockenden Rolltreppen sorgen häufig für Kopfschütteln. Die Top und Flops aus den ersten vier Wochen Wehrhahn-Linie.

Das ist super an der Wehrhahn-Linie:

  1. Die Kunst
    Daran gibt es nichts zu rütteln: Die sechs von Künstlern gestalteten Haltestellen sind einfach gelungen und außergewöhnlich. Statt steriler Fliesen gibt es unter anderem achatfarbene Wände, Videokunst und Musik. Die Haltstellen sind einfach einladend. Hier nochmal Fotos
  2. Kürzere Fahrzeiten
    Beispielsweise braucht man für die Strecke Schlüterstraße bis Heinrich-Heine-Allee jetzt nur noch zehn statt 15 Minuten. Dazu tragen neben dem Wegfall oberirdischer Baustellen in erster Linie optimierte Ampelschaltungen bei
  3. Mehr Passagiere
    Der neue Rheinbahnchef Michael Clausecker ist mit dem ersten Betriebsmonat zufrieden. Die Düsseldorfer haben die neue U-Bahn angenommen, sie sind neugierig und nutzen die neuen Verbindungen. Entlang der Strecke sei die Zahl der Verkäufe an den Ticketautomaten um 30 Prozent gestiegen. Das Potenzial möglicher neuer Kunden will man nun mit einer neuen Abo-Kampagne anzapfen. Und mehr Bahnfahrer bedeuten weniger Autos, weniger Stau und weniger Abgase. 

Das läuft noch nicht so gut an der Wehrhahn-Linie:

  1. Die Rolltreppen und Aufzüge
    Zur Eröffnung hat man noch ein Auge zugedrückt - das Feintuning an den Rolltreppen könne nur unter Betrieb erfolgen, hieß es von der Rheinbahn. Und an den Aufzügen werde mit Hochdruck gearbeitet. Vier Wochen später aber das gleiche Bild und vielen Fahrgästen fehlt das Verständnis, dass die Kinderkrankheiten nicht behoben werden können. 
  2. Längere Fahrtzeiten
    Des einen Freud... Nicht für alle Fahrgäste hat sich die Fahrtzeit verkürzt, beispielsweise für Gerresheimer hat sich viel geändert. Die Buslinie 725 fährt nicht mehr in den Medienhafen, sondern hat ihren letzten Halt an der S-Bahnstation "Zoo". Und auch in Benrath ist man nicht begeistert, denn die U74 endet nun in Holthausen. Wer also in Richtung Hauptbahnhof, Oberbilk, Tonhalle oder Oberkassel will, muss dort umsteigen. 
  3. Die Schilder
    Ist das schon ein Schildbürgerstreich? Jedenfalls ist die Schrift auf den neuen Schildern so winzig, dass der Verdacht aufkommt (und die Schilder eventuell ausgetauscht werden). Andererseits: teilweise fehlen auch noch Hinweisschilder und das ist wiederum noch schlechter. 

 

 

(irz)
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