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Düsseldorf
Die Uni befragt die Eltern von i-Dötzchen

Düsseldorf. In der Studie wird erforscht, welche Angebote für Kinder unter sechs Jahren sinnvoll sind.

5000 Eltern von künftigen Schulkindern bekommen erstmals einen Fragebogen zugeschickt. Er kommt mit der üblichen Einladung zur ärztlichen Untersuchung für Kinder, die im nächsten Sommer eingeschult werden.

Das Gesundheitsamt und die Heinrich-Heine-Universität möchten wissen, ob Eltern die Unterstützungsangebote für Kinder unter sechs Jahren kennen. "Wir möchten die Bedürfnisse und Anforderungen der Eltern verstehen", sagt Michael Schäfer, der beim Gesundheitsamt für Prävention zuständig ist. Die Eltern der künftigen Erstklässler werden gezielt befragt, welche Beratungsangebote sie in Anspruch nehmen. Die 80 Fragen drehen sich um Sprachförderung, Elterncafés und Tagespflege, aber auch um Stillzeiten.

Die Eltern können selbst entscheiden, ob sie den Fragebogen ausfüllen und zur Untersuchung mitbringen möchten. Dort liegt der Fragebogen auch in verschiedenen Sprachen bereit, so dass ein möglichst repräsentatives Abbild der Gesellschaft entsteht.

Die Forscher der Heinrich-Heine-Universität werden den Fragebogen und die Ergebnisse der ärztlichen Untersuchung auswerten. Es geht dabei um Zusammenhänge zwischen den genutzten Angeboten und dem Entwicklungsstand des Kindes. "Wir wollen genauer wissen, welche Angebote zu welchen Kindern passen und welche nicht", beschreibt Nico Dragano, Direktor des Instituts für Medizinische Soziologie, die Aussagekraft der Studie. Mit den Ergebnissen sollen anschließend die Angebote für Kinder unter sechs Jahren gezielt überarbeitet werden.

Die Studie ist auf zwei Jahre konzipiert und kostet 300.000 Euro. Sie wird aus Fördergeldern des Bundesbildungsministeriums finanziert.

(tne)
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