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Veranstaltungs-Tipp
Die Vielfalt der Museen

Düsseldorf. Kunstpalast, K20 und K21 sowie Kunsthalle haben zurzeit außergewöhnliche Ausstellungen im Programm. Am Wochenende öffnen zwei Häuser bei freiem Eintritt.

Museum Kunstpalast Mit der Foto-Schau "4 REAL & TRUE 2. Wim Wenders. Landschaften. Photographien." hat das Museum am Ehrenhof einen Publikumsmagneten geschaffen. Wenders ist vor allem durch Filme bekannt, sagt aber: "Die fotografische Arbeit ist die andere Hälfte meines Lebens." Anlässlich des 70. Geburtstages des Düsseldorfers zeigt das Museum Kunstpalast 79 großformatige Aufnahmen von einsamen und skurrilen Orten, analog, ohne Kunstlicht und ohne Stativ fotografiert. Kleine und große Kunstfreunde kommen am Sonntag auf ihre Kosten. In den Workshops "Fotos erzählen Geschichten" denken sich Kinder im Museumsatelier eigene Geschichten aus. Für Erwachsene gibt es stündlich Führungen durch die Wenders-Ausstellung. Mit Unterstützung der Stiftung "Kunst, Kultur und Soziales" ist der Eintritt am Sonntag frei.

Museum K20 Einen Blick auf US-Kunst zum Null-Tarif gibt es heute im K20 am Grabbeplatz: Der Eintritt ist frei. Besichtigt werden können Höhepunkte der amerikanischen Nachkriegskunst von Andy Warhol bis Roy Lichtenstein, Jackson Pollock und Robert Rauschenberg. Ab morgen sind Werke der klassischen Moderne von Braque, Picasso, Beckmann, Kandinsky oder Mondrian wieder im zweiten Obergeschoss in der Sammlung zu sehen. Die Schau war wegen Umbauarbeiten für längere Zeit geschlossen. Ebenfalls morgen eröffnet die Ausstellung "Miró - Malerei als Poesie". Miró (1893 - 1983) zählt mit seinen rätselhaften Zeichen und verspielten Figuren zu den erfindungsreichsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Miró war auch mit bedeutenden Schriftstellern befreundet und hatte Interesse an Literatur und Poesie. Die Ausstellung "Malerei als Poesie" beleuchtet erstmals umfassend Mirós Verhältnis zur Dichtung.

Museum K21 In der Bel Etage des K21 ist zurzeit die Ausstellung "Imi Knoebel - Malewitsch zu Ehren" zu sehen. Der in Düsseldorf lebende Maler zählt zu den international wichtigsten Gegenwartskünstlern. Sein minimalistisches Werk hat er seit den 1960er Jahren weiter entwickelt und schuf Bilder unter dem Einfluss des russischen Künstlers Kasimir Malewitsch, Hauptvertreter der Russischen Avantgarde und Begründer des Kunstform "Suprematismus". In der Schau im K21 zeigt Knoebel neue Wand- und Raumarbeiten neben Arbeiten von Malewitsch. Wer von einem Fachmann Details über Knoebels Schaffen erfahren möchte, ist bei einer Führung am Sonntag richtig.

Kunsthalle Mit der Ausstellung "Culture Cuts" widmet die Kunsthalle dem Konzeptkünstler Cody Choi eine Retrospektive. Chois kritisiert durch seine Werke die Zivilisation und zeigt Skulpturen, Installationen, Tuschezeichnungen, Computermalerei und Neonschriften. Unter dem Titel "Im Rausch der Farbe" lädt die Kunstsammlung am Sonntag zu einem Familientag ein. Bei einer Führung können alle jungen Besucher Chois Arbeiten kennen lernen. Parallel dazu läuft die öffentliche Führung für Erwachsene. Der Eintritt am Familientag ist frei. Holger Lodahl

Quelle: RP
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