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Kolumne Auf Ein Wort
Die Vielfalt der Welt

Düsseldorf. Die Schule hat angefangen. Straßenschilder mahnen uns auch gut eine Woche nach dem Schulbeginn, vorsichtig zu sein. Kinder sind unterwegs und viele gehen zum ersten Mal in die Schule. Nicht nur der Weg in die Schule kann eine Herausforderung sein. Auch die Begegnungen in der Schule können für Schwierigkeiten sorgen. Ein Kind muss die Lehrerin, den Lehrer kennenlernen. Noch mehr muss sich das Kind an die anderen Kinder gewöhnen.

In unseren Schulen sind die Schulklassen in der Regel eine bunte Mischung. Kinder verschiedener Herkunftsländer, Sprachfähigkeiten und Hautfarben sind neu zusammengewürfelt. Neue Freundschaften nehmen Gestalt an. Kontakte mit früheren Bekannten verlieren Bedeutung.

Die meisten Kinder kommen schon zurecht. Manche Mädchen und Jungen brauchen intensive Unterstützung. Das Leben ist spannend. Wir bemühen uns, dass die Schule eine gute Erfahrung für alle ist. Gottes Segen für unsere Schülerinnen und Schüler.

Diese Welt der Kleinen spiegelt die Welt der Erwachsenen ziemlich genau. Gerade jetzt, wo Nordrhein Westfallen 70 Jahre als Bundesland gefeiert hat, schauen wir auf viele Ereignisse zurück. Vor 70 Jahren haben sich die wenigsten der Einwohner vorstellen können, wie diese neu zusammengestellte politische Einheit funktionieren könnte. Nicht nur hatten die Menschen in den verschiedenen Teilen des Landes wenig Kontakt miteinander, sondern es mussten am Kriegsende auch viele Flüchtlinge integriert und versorgt werden. Man musste Räumlichkeiten teilen, Verständnis aufbringen.

Und heute geht es weiter. Nicht nur die Schulen und der Arbeitsmarkt in unserem Land sind international gestaltet. Die Vielfalt der Gemeinden in Düsseldorf belegen die Änderungen der Gesellschaft, die aktuell sind. Die Welt ändert sich ständig. Das kann Sorgen, sogar Ängste hervorbringen. Dies wäre schade. Die ersten christlichen Gemeinden, von denen wir im Neuen Testament lesen, sei es Korinth, Ephesus oder Rom waren bunte Mischungen von Menschen von überall aus dem Bereich des Mittelmeers. Ihre Stärke lag nicht darin, das sie alle ähnlich waren, aus einer Stadt oder aus einem Stamm. Die Stärke stammte davon, dass sie dabei waren zu entdecken, dass in Christus Gott Menschen miteinander verbindet. Und hier spielt es keine Rolle, woher sie alle kommen. Noch heute kann das Gemeindeleben dazu dienen, Menschen für die aktuelle Herausforderungen des Alltags vorzubereiten und zu stärken.

Quelle: RP
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