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Düsseldorf
Die Wünsche der Bürger für neue Bäder

Düsseldorf: Die Wünsche der Bürger für neue Bäder
An der Pariser Straße soll am Deich das neue Hallenbad gebaut werden. Der Sportplatz links soll mitsamt der alten Turnhalle dafür weichen, der Sportplatz rechts zur Hälfte eingezogen werden. FOTO: Anne Orthen
Düsseldorf. Im Linksrheinischen wollen die Düsseldorfer nicht auf eine Sauna verzichten. In Flingern soll das Außenbecken weiter acht Bahnen haben und der Sprungturm erhalten bleiben. Mehr als 1300 Menschen haben bei Umfragen mitgemacht. Von Uwe-Jens Ruhnau

Die Bädergesellschaft geht beim Bäderkonzept den nächsten Schritt. Im Stadtrat steht in Kürze der Bedarfsbeschluss für den Bau des Kombibades in Flingern an, für den Neubau des Hallenbades in Heerdt/Oberkassel ist dies bereits erfolgt. Für beide Vorhaben hat die Bäder GmbH im November und Dezember eine Online-Umfrage sowie acht Gruppendiskussionen mit durchschnittlich zehn Teilnehmern ausgerichtet. 1305 Menschen haben sich insgesamt beteiligt. Es ist ein Meinungsbild entstanden, das nun in die weiteren Überlegungen einfließt, auch wenn es nicht repräsentativen Charakter hat. "Wir werden sehen, wie wir die Wünsche in die weiteren Planungen einbeziehen können", sagt Bäderchef Roland Kettler. Der für den Sport zuständige Stadtdirektor Burkhard Hintzsche kündigt an, dass es ebensolche Befragungen auch für die Bäder Benrath und Unterrath geben soll, dann in einem früheren Stadium des Planungsprozesses.

Warum wollen die Menschen in Flingern ein sportliches Angebot?

Im Düsseldorfer Osten gab es mal ein Schwimmbad mit 25-Meter-Becken, wie man es von Unterrath oder Oberkassel kennt. Dieses Bad ist für den Wohnungsbau abgerissen worden. Das Spaßbad an der Kettwiger Straße hat zwei andere Bäder ersetzt; jenes, das ohnehin dort vorhanden war, und das Wellenbad an der Grünstraße. Es verwundert nicht, dass die Bürger im Osten den Wunsch haben, im neuen Bad in Ruhe schwimmen zu können. 57 Prozent nennen als Anforderung an das neue Bad den Punkt "Sport", Spaß kommt auf 19 und Entspannung auf 15 Prozent. Einige wünschen sich sogar ein 50-Meter-Becken drinnen, 90 Prozent fordern ein 25-Meter-Becken. Ganz wichtig: Das 50-Meter-Edelstrahlbecken im Freibad sollte nicht von acht auf sechs Bahnen reduziert und der 10-Meter-Sprungturm erhalten werden. Ebenso beim Freibad oben in der Gunst: das Kiosk, die Liegewiesen und der Planschbereich.

Warum wollen die Oberkasseler keinen Warmluftraum?

Das Wichtigste vorab: Die Oberkasseler akzeptieren den neuen Standort an der Pariser Straße, wenn die ÖPNV-Verbindung optimiert und genug Parkraum angeboten wird. Der Blick auf den Rhein ist ein Highlight. Was aber für die Linksrheinischen gar nicht geht: ein Warmluftraum statt der Sauna - die im alten Bad zwar nicht mehr so oft benutzt wurde, das aber hatte eher mit dem etwas abgenutzten Charme zu tun. Kettler will nun schauen, ob es neben der geplanten Physio dafür doch noch Platz gibt, ein privater Betreiber gefunden werden kann oder ob es vielleicht ein solches Angebot am Dominikus-Krankenhaus geben wird. Entspannung (29 %) und Spaß (23 %) sind wichtiger als in Flingern, der Sportanspruch (42 %) nicht so dominant.

Wo sind mehr Details einsehbar? Durchgeführt wurde die Bürgerbeteiligung von Marketingprofessor Jürgen Franke und seinem Partner Oliver Gussenberg. Sie haben mehrere Bauprojekte von Bädern in Deutschland begleitet. Alle Details: www.baeder-duesseldorf.de

Quelle: RP
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