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Düsseldorf
Diese ausländischen Fachkräfte wollen bleiben

Düsseldorf. Erika Mclean stammt aus England, Liisel Murre aus Estland, Sheila Graham ist Irin, Stephanie Woodling Amerikanerin aus Pennsylvania und Julia Coulmas kommt aus Florida in den USA. Alle haben eine unterschiedliche Lebensgeschichte und dennoch haben sie einiges gemeinsam. Sie zählen in Düsseldorf zu der Gruppe der sogenannten Expads (Fachkräfte, die von international tätigen Unternehmen an eine ausländische Zweigstelle entsandt werden) und sie wollen nicht wieder weg. "Nach Düsseldorf zu kommen war das Beste, was ich in meinem Leben gemacht habe", meint Coulmas. Sie ist inzwischen fünf Jahre in der Landeshauptstadt, ist voll integriert und gibt ihre Erfahrungen u.a. beim "Welcome Day" des Wirtschaftsförderungsamts weiter. Von Tino Hermanns

Wie finde ich eine Wohnung? Wie muss ich mich krankenversichern? Wie kaufe ich beim Metzger ein? Solche und ähnliche Fragen wurden für die Expads beim Welcome Day beantwortet. "Mit dem Welcome Day wollen wir die Willkommenskultur weiterentwickeln und die Fachkräfte und ihre Familien dabei unterstützen, sich bei uns einzuleben", sagt Oberbürgermeister Thomas Geisel. Dabei soll es sich für die Expads vielfach nur um kurzfristige Aufenthalte handeln. Mclean, Woodling, Graham und Murre aber wurden vom Charme Düsseldorfs und besonders der hier lebenden Männer gnadenlos verzaubert. Die vier Expads blieben der Liebe wegen in Düsseldorf. Woodling ist verheiratet, hat zwei Kinder, unterrichtet Musik an einer internationalen Schule und hat zusammen mit Coulmas und der in Hamburg geborenen Halbjapanerin Karen Bandelow die Gesangsgruppe "Fräulein Swing" gegründet. Alle drei sind ausgebildete Opernsängerinnen und treten demnächst in der frisch renovierten Altstadtkneipe "Em Pöötzke" auf.

Für Erika Mclean ("Meine Eltern sind komisch, typisch britisch, aber nennen mich Erika") verlängerte sich die Stippvisite in Düsseldorf auf jetzt 13 Jahre. "Als ich nach Düsseldorf kam, gab es ein dünnes Heft mit wenigen Tipps. Ich musste mich alleine zurechtfinden. Da ist der Welcome Day mit effektiven Tipps für das tägliche Leben und zur Entwicklung von persönlichen Netzwerken deutlich besser", so die Engländerin.

Quelle: RP
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